Bericht Lauf 4, 4 h Endurance Oschersleben  30.9.-1.10. 2016


Für eine Premiere sorgte der Lüchower Karsten Bartschat mit seiner Triumph Street Triple beim BIKEtoberfest am vergangenen Wochenende in Oschersleben. Bei verregneten Bedingungen gelang ihm der erste Sieg einer Triumph street Triple in der Pro Thunder – und das gleich in beiden Läufen. Mit dem Schweizer Yves Kauz auf einer MV Brutale 800 RR gesellte sich gleich ein zweiter Dreizylinderfahrer in beiden Läufen auf dem Podest hinzu.

Für die Zweizylinder blieb da nur Platz 2 – in Lauf 9 für Jehan Dietrich auf seiner smaltmoto-Aprilia Mille, in Lauf 10 für Stephan Lange mit seiner Ducati 899, der somit zugleich den Meistertitel in der Pro Thunder sicherte und (ausgerechnet) von Triumph-Daytona-Fahrer Kay Liedtke übernahm, der hinter Hans Paßberger (Ducati 955) Rang 3 der Meisterschaft belegte.

Graues Wetter, aber alles andere als trist: ProThunder und Pro Thunder Open vor dem Start zum Finalrennen der Saison

In der Nässe die Meisterschaft ins Trockene gebracht: Stefan Lange vor Jehann Dietrich und Jan Schwede.

Heimspiel im Regen ebenfalls in der ProBEARS: Die beiden Triumph-Fahrer Harald Kaufmann und Alexander Frassmann gewannen beide Läufe, je einmal vor Frank Schumacher (Ducati 748) und Hilmar Kuhnt (Yamaha TRX). Aber auch hier ging der Meistertitel an einen Ducatifahrer: Frank Schumacher aus Walbröl verteidigte den ProBEARS-Titel, bevor er in den nächsten Saison in die ProThunder aufsteigt – das neue Motorrad erwies sich schon beim Festival ITALIA als konkurrenzfähig.

Super, diese Triples also – die Super-Twins-Meisterschaft hingegen gewann Frank Claussner, wie die beiden anderen Champions auf Ducati. Da blieb also nur ein Meistertitel für das Motorrad eines andere Herstellers: Philipp Messer auf KTM RC 8 fehlte zum Finale, hatte den Titel in der ProThunder Open jedoch bereits sicher.

Malte Siedenburg konnte so seine Ducati 1098 zu zwei Siegen führen, spürte dabei jedoch den heissen Atem eines kampfeslustigen Aprilia RSV4-Rudels am Hinterrad - insbesondere von Lukas Gauster und Rolf Kaben, die jeweils einen 2. Platz vor Markenkollege Volker Lorenzen holten.

In der Superbike B reichte Sven Aßmus ein 2. und 3. Platz, um den Titel klar zu machen, die Siege gingen an Kawa-Fahrer Guido Wemhöner und GSX-R 1000-Pilot Mario Steffen. Piet Schmidt, Leader in der Superbike Open, konnte die Sache ruhig angehen lassen - den Titel hatte er bereits sicher, woran auch die Siege von Steffen Döbler und Max Maurischat nichts änderten.

 


Karsten Bartschat gewann beide Läufe der ProThunder auf seiner Bazzaz-gepowerten Triumph street Triple


Malte Siedenburg führt das Feld der Pro Thunder All Stars an und gewann beide Läufe der Pro Thunder Open

Mit einem Sieg und einem dritten Platz sicherte sich Thomas Theuner die Meisterschaft in der Supersport B, und ein Doppelsieg von Race-Point-Berlin-Fahrer Andreas Brandt konnte auch nicht verhindern, dass die Meisterschaft in der Supersport Open an Maurice C. Evans auf der Scheunpflug-MV Agusta 675 F3 ging.

Einmal mehr bewiesen die Dreizylinder so, dass sie in den ProThunder All Stars-Klassen von Art Motor bestens aufgehoben sind und den Zweizylindern durchaus Paroli bieten können. Von der anderen Seite rücken die Vierzylinder näher,  die dann zugelassen sind, wenn sie in Italien gebaut wurden. Insbesondere die Aprilia RSV4 scheint hier am besten aufgestellt zu sein. Alles spricht dafür, dass auch in den ProThunder All Stars 2017  britische Dreizylinder und österreichische Zweizylinder den italienischen Zwei-, Drei- und Vierzylindern das Leben schwer machen werden.

 

Marken- und Modellvielfalt In den Pro Thunder All Stars : Triumph street Triple (438), aprilia RSV 4 (425), Ducati 1199 R (435), Ducati 899 (440). Auch KTM und MV Agusta sind gut vertreten

Sven Aßmus /244, P2)  zog sich im Reifenpoker am Sonntag achtbar aus der Affäre und ist der Master der SBK B