Bericht Alcarras/E   26.-29. Oktober



Auf gehts! Wieder mal Alcarras unter die Räder nehmen. Art Motor war jetzt schon zum dritten Mal dort.
Alcarras im Oktober: erst Vollgas,
und dann ab in den Pool!

Der Circuit Alcarras findet immer mehr Freundinnen und Freunde. Zum dritten Mal gastierte Art Motor an den letzten Oktober-Tagen auf dem neuen spanischen Kurs westlich von Barcelona. Wie bisher schon bei jedem Mal wurde keiner von denen, die auf eine Verlängerung des Sommers mit den Mitteln der Costa Brava gesetzt hatten, enttäuscht: das Thermometer kletterte auf bis zu 26 Grad, und ein paar echte Männer tunkten sich sogar in den neuen Swimming Pool, der jetzt hinter dem Restaurant die Infrastruktur der Strecke zu einer der komplettesten überhaupt macht: In Alcarras fehlt´s inzwischen wirklich an nichts mehr!

Kein Wunder also, dass mehr als zwei Dutzend der Zünder als Wiederholungstäter wiederkamen, so die

Teams von Ducati Oberschwaben, Halle 7 und DucDickel. Aber dank kühner Transportplanung machten diesmal sogar eine Reihe von Nordlichtern den weiten Weg, auch wenn der im Falle der Bremer Mannschaft über ein kühlerkillendes Wildschwein auf der nächtlichen Autoroute führte. Die Motorradtechnik-Wilhelmsen-Truppe schaffte den Weg aus Oeversee jedoch ohne nennenswerte Vorkommnisse und hatte auch ein halbes Dutzend HP2-Boxer im Lkw – passend zu der Lkw-Ladung niet- und nagelneuer BMW S 1000 RR, die hier ein geschlagenes Pensum Entwicklungskilometer für die Zukunft abspulten. Franzosen, Eidgenossen, niederländische Ducatista und ein britisches 125er-Team gaben dem Paddock ein hübsch internationales Rennflair, das sich auch gerne abends im Club versammelte, sogar mit Live-Musik.


Vollgas auf Start-Ziel bei sommerlichem Wetter.

Eigentlich ist dioe Pool-Saison in Spanien ja schon vorbei, aber das kühle Bad im Track Pool tat gut.
Gefahren wurde in drei Gruppen, täglich nach Zeiten neu sortiert. Los war so jederzeit was auf der Strecke, und insbesondere in der Gruppe 1 wurde heftig gefeuert. Nach und nach näherten sich die Schnellsten der 1:40er Marke – damit fährt man in den Top Ten der katalanischen Meisterschaft, die auch in Alcarras Station macht. Zu denen, die diese Marke knackten, zählten nicht nur die flotteren Herren des BMW-S 1000 RR-Entwicklungsteams , sondern auch die mit der Strecke bereits bestens vertrauten Jungs von Ducati Oberschwaben. Markus Heitz drückte letztlich seine 1098 S bis auf eine 1:38er Zeit, nicht viel langsamer war Teamchef Thomas Krug mit seiner 848, der nebenbei auch noch anderes zu tun hatte – wie zum Beispiel Zylinder- und Kopftausch an einer weiteren 848.

 

Thomas ist ein echter Racer, immer Full Speed, und mit Full Speed baute er auch den dicksten Crash der Veranstaltung. Bei 240 auf Start/Ziel löste sich der vordere Kotflügel seiner Duc (Materialfehler?), durchtrennte die Bremsleitungen – und Thomas flog ungebremst ins Kiesbett. Die Ducati sah böse aus, Thomas kam mit jeder Menge blauer Flecken und gebrochenem Mittelfussknochen davon.

Das brachte die Oberschwaben-Pläne für die beiden Endurance-Läufe – Easy Endurance über eine Stunde und Blue Toro Endurance über 155 Minuten – ordentlich durcheinander. Der Sieg blieb aber beinahe in der Familie: Markus Heitz (Ducati) und Siggi Neubrand (R6) gaben sich gleich beide Wettbewerbe hintereinander und schafften beide Male den Gesamtsieg, über die


Micha und Fritz gaben im Track Restaurant ein eindrucksvoll professionelles Live-Konzert

Feinschliff für die nächste Generation: Die neuen BMW-Fours mischten
ordentlich mit

drei Stunden verstärkt durch Herrmann Kienle. Gefährden konnte den Erfolg nur das Team Laguna Seca mit Jürgen Pahlke-Engels und Stefan Kremer, die zur Halbzeit auch in Führung lagen – aber nur da. Das Team Raclette mit Rene Dünki und Wolfgang von Muralt war beim Easy Endurance am nächsten dran, rieb sich aber die Reifen auf und verzichtete auf den Start zur dicht folgenden langen Distanz. Genau andersrum machte es das Team Oberschwaben 3 mit Norbert Lackinger (Buell 1125 R) und Markus Rinne (hier mit Ducati), die erst zum Blue Toro angriffen und Platz 4 in der Toro 2 belegten.

Es dämmerte schon, als die letzten in Ziel kamen, und bis zur Siegehrung war es schon dunkel. Eine kleine Überraschung hatte sich hierzu das überaus gastfreundliche Alcarras-Team einfallen

lassen: Für jedes Siegerteam gab´s neben den Siegertrophäen eine Kiste frischer Äpfel aus der fruchtbaren Umgebung.

Und eine Überraschung gab´s auch für Art Motor in Form der Terminbestätigung für den Osterferien-Termin 2010: Los geht´s am Ostermontag für vier Tage. Mit dabei sind dann auch die racigen ClassiX und Youngtimer in einer eigenen Gruppe. Somit stehen am 8. April zwei Endurance-Läufe im Zeitplan: Blue Toro und Classic Team Endurance.



Highlight zum Abschluss bildeten die beiden Endurance-Läufe über eine Stunde und 155 Minuten

Boxenstop und Wechsel beim Team Halle 7, zweimal Zweite in der Toro 1-Klasse
 


Die Sieger der Toro 1 des Easy Endurance

Die Toro 2-Sieger mit Pokalen unbd Apfelkisten frisch vom Baum
 


Die besten Teams der Toro 1 und 2 nach 155 Minuten

Die Toro 3-Gewinner - ganz schön munter nach langer Fahrt