Motorrad fährt Ralf Nosofky, so lange er zurückdenken kann: Mit 6 Jahren abseits der Straßen im Vogtland, dann kam irgendwann eine 80er, später eine 125erer, und mit 18 ging´s dann gleich auf eine R1. Mit der übte er auf der Straße, bis es ihm zu gefährlich wurde. Jetzt ist er 32 und verdienter Master der Supersport Open 2011. In der ist das Tuning freigestellt, aber Ralf hat aus Kostengründen noch immer einen Serienmotor drin. Aber weil auch die Reifen freigestellt sind, fährt er grundsätzlich gebrauchte Reifen aus der IDM auf . Das braucht natürlich Einsatz, und den zeigt Ralf in Kurven.
Da muss er Meter gutmachen, um auf der Geraden mithalten zu können. Das geht nicht immer gut, und so fing das Jahr gleich mit einem Sturz im zweiten Lauf des Jahres in der Lausitz an. Im ersten hatte er noch Platz 3 gegen Gaststarter aus der IDM geholt, doch im zweiten war er dann so schräg unterwegs, dass der Motor aufsetze und die R6 aushebelte. Doch das sollte der einzige Nuller bleiben. Auf heimischem Terrain in Schleiz (wo er 2010 den Thüringer Motorrad-Pokal seiner Klasse gewann – ließ er alle hinter sich, beim Festival hielt er sich tapfer im Siegerwindschatten von Dominik Bortgelt, in Most gab´s dann wieder einen Sieg (und einen 2. Platz, und beim BIKEtoberfest musste er er sich mit Marc Bornhäusser erneut einer gestandenen Tuning-Größe, Marc Bornhäusser, geschlagen geben, während Widersacher David Schmidt, der Zweite der Meisterschaft, gar nicht mehr punkten konnte. Der Supersport-Klasse ist er treu geblieben, seit er 2004 im
R6 Cup seine Rennkarriere begann, wo ihm aber die Cup-Regularieen zu kostspielig wurden. Also wanderte er in den PZ-Cup ab, wo er 2007 den Vizetitel und 2008 die Meisterschaft holte. Das machte Bock auf und Mut zu mehr, also griff (wegen der gebrauchten Reifen) er in der Supersport Open im Sportbike Pokal an, wo er Platz 4 in der Meisterschaft belegte. Auch wenn er mit dem Vater in der eigenen Baufirma plackt, kostete das ganz ordentlich, und deswegen gründete er 2007 mit Nossmoto ein eigenes Team und mit Nossmoto innovations die passende Firma, in der nicht nur jede Menge Freunde um Heiko Nosofsky und Dieter Fritzsch mit anpacken, sondern in der er auch viele Sponsoren hinter sich versammelt hat, angefangen von der Skiwelt Schöneck über Yamaha-Händler Moto Plus bis hin zum Lederschneider „Leder-Speed“. Für die macht er solide PR-Arbeit – nachzusehen auf www.nossmoto.de. Das Reinschauen lohnt sich.
|