Bericht BIKEtoberfest  2.- 5. Oktober 2014




Racer, Rookies und Pirker rockten sonniges BIKEtoberfest

Ausschlafen beim BIKEoberfest? Ja, das gibt es tatsächlich. Frühmorgens, als die Ampel auf grün hätte springen sollen, lag die Motorsport Arena noch unter einer dichten Nebeldecke, auf den Kameras von Race Control gab´s ausser festem Grau nichts zu sehen. Doch als die Sonne dann kam, kam sie gewaltig und tauchte ein ansehnlich gefülltes Paddock in goldenes Oktoberlicht – und die Racergemeinde steuerte ihrerseits goldene Laune und pralles Engagement bei.

Unter der BIKEtobersonne ließen sich aber nicht nur die letzten Champions krönen, sondern geigte auch die junge Generation auf wie nicht alle Tage. Aber der Reihe nach: Den Auftakt machte die Supersport., und da begann der Reigen der Youngster. Ex-Junior Cupper Max Maurischat, jetzt 18, hatte schon beim letzten BIKEtoberfest mit seinen Drifts begeistert

und gewonnen, und er tat das auch heuer - kaum noch in Sichtweite vom Zweiten in beiden Rennen und neuen Ssp-Open Champ, Andreas Brandt. Stefan Wauter holte Rang 3 in Lauf 1, Maurice Evans in Lauf 2. In der Ssp B vereitelte Andi Bildl den Durchmarsch von Ralf Eckert, der bisher alle Rennen gewann und dies auch am Samstag tat, vor Bildl und Kay Kruner. Am sonnigen Rennsonntag aber waren Bildl und Kruner besser drauf und holten die oberen Podestplätze, Ralf Eckert Platz 3.

Supertwins und ProBEARS und gaben sich auf der Piste mal wieder miteinander die Ehre, und das klappte auch wieder prima, auch wenn am Samstag der alte und neue ProBEARS-King Dirk Mothes, Leo Neels und Hausi Schüpbach per Kollision für einen Abbruch und blaue Flecken sorgten. Daytona setzte sich in beiden Rennen mit seinem Mandello V durch, aber schon am Samstagabend durfte der neue Meister Hans Paßberger als Zweiter (in beiden Rennen) in Krachlederner als neuer Supertwins-Meister zum Pirker Blechsound abrocken. Christoph Dachselt hielt sich mit seinem betagten 944-Kampfross nah dran und darf mit zwei dritten Plätzen in die Winterpause ziehen.



Ohne Dirk Mothes war die ProBEARS erst recht spannend. Ducati gegen street Triple hieß es aber trotzdem, und die kleinen Triples erwiesen sich als die schnelleren. Tom Dick und Markus Walz  hatten am Samstag die streetie-Nase vor  Frankie Schumachers Duc, am Sonntag war Crashopfer Leo Neels wieder dabei und holte streetie-Sieg zwei, während Frankie Schumacher als bester Ducatista Platz zwei holte. Auch ein Italo-Triple mischte mit: Yves Kauz fuhr die kleine MV Brutale auf Platz 3 ins Ziel und sich aufs Podest – und auf das durfte auch der Vierte: Johann Flamman, der als 14jähriger besonders stolz sein durfte und das auch war.



Und noch ein anderer Youngster lieferte eine Gala-Vorstellung ab. Der 15jährige Tim Holtz, in der ProBEARS mit seiner streetie bereits gefürchtet, führte hier erstmals seine Daytona 675 aus und forderte damit den Dominator der Serie, Malte Siedenburg mit seiner Ducati 848, heraus. In beiden Rennen lieferten sich beide ein Duell um Sekundenbruchteile: Nachdem Daytona-Tim am Samstag um eine Sekunde schneller war als Ducati-Malte, musste der aufmüpfige Rookie sich am Sonntag um zwei Tausendstel dem gar nicht mal so alten ProThunder-Altmeister Siedenburg geschlagen geben. Frankie Behrje fuhr im Samstagrennen nach langer Zeit erstmals wieder auf Platz 3, am Sonntag konnte sich Ulli Geier über den dritten Podestrang vor Kay Liedtke auf Triumph 675 freuen.



Mit deutlich über 30 Nennungen war das Superbike-Feld das größte der Masters-Klassen beim BIKEtoberfest. Zwar waren eine ganze Menge Racer zu Besuch gekommen, die man sonst nur selten seht, doch die Masters der aktuellen Saison konnten sich in der SBK B wie auch in der SBK Open gegen die harte Event-Konkurrenz durchsetzen.

In der SBK B gelang es Dennis Blank in beiden Läufen, Marco Gluch hinter sich auf Platz zwei zu halten, Rang 3 ging an Robert Petersen (DK) im ersten und an Steffen Conrad im zweiten Lauf, Dachländer Sven Aßmus sicherte sich beide Male Platz 4. In der SBK Open hatte Uwe „Polli“ Pollheide die Sache gewohnt fest im Griff, Druck bekam er in erster Linie von Kim Jensen (DK) und Stefan Ströhlein, der erstmals eine Tausender ritt. Diese beiden blieben auch das Rennen über auf Tuchfühlung und am Ende blieb für jeden jeweils ein 2. und 3. Platz. Thorsten Hohnemann holte trotz Dauergrippe die Plätze 4 und 5.



Auch die Klassiker und Youngtimer hatten Hochsaison und bürgten für eine eventgemäße Geräuschkulisse. Das fetteste Klassiker-Feld stellten die classicBEARS, aber auch classicSAM und vintageBEARS zeigten sich zum Saisonende noch einmal gut aufgestellt. Guzzista Patrick Gleim sicherte seinen Titel bereits am Samstag mit einem Laufsieg, am Sonntag war er mit Platz zwei zufrieden hinter TR1er Ralf Olbrich, den er am Samstag um zehn Sekunden hinter sich gelassen hatte. Andreas Wagner-Wischhoff brachte die beste Duc auf die Plätze 3 und 4 – Eckhard Struck dasselbe Ergebnis für seine Guzzi. Hartmut Fiedler als zweitem Fishtowner gelangen zwei 5. Plätze.

Die vintageBEARS dominierte gewohnt deutlich HP Mevs mit seiner schnellen Pantah 500. Cord Warneke kam mit seiner kampferprobten Velocette am besten mit und holte einen 2. Platz vor Walfred Brandau auf Pantah und einen 3. Platz in Lauf 2, während Cordula Claußen mit der quietschgrünen SR 500 sich in Lauf 2 vom vierten auf den 2. Platz katapultierte. Die classicSAM hatte einmal mehr René Frey auf seiner VF500 im Griff. In Lauf 1 gelang ihm und René Schmid noch ein VF-Doppelsieg vor Jens David auf der schnellen Güllepumpe, und in Lauf 2 schaffte Stephan Stoppel mit seiner XS 650 Platz 3 hinter CX-David.



Rekordfeld bei den TT SuperclassiX – nicht nur wegen der drei Wertungen. Unter denen war ohne Frage die TTF1 die am heißesten umkämpfte. Zwar fuhr Altmeister Michael Galinski in Lauf 1 dem Feld erwartungsgemäß auf – aber nicht davon – denn der Schweizer Thomas Meier auf seiner ZXR und Christian Mende auf AMA-Suzuki ließen nie wirklich abreissen und belegten die Plätze 2 und 3. Als Galinski Lauf 2 ausließ, rückten Meier und Mende jeweils einen Platz nach vorne und Martin Huber fuhr mit seiner RC30 auf den dritten Podestrang. In der TT Open duellierten sich der Däne Kim Jensen mit seiner GSX 1100 und ex-Master Warnke auf seiner ZXR 880. Beide konnten je einen Sieg und einen 2. Platz herausfahren, Heinz Cordes sicherte sich jeweils dahinter Platz 3. In der TTF2 gehörten die drei Podeststufen in beiden Laufen unverändert HW-Bischoff als Sieger, Joachim König als Zweitem und Ralf Teller als Drittem. Die Hubraumkönige Holger Telke (GSX-R) und Andreas Heller (Z 1-R) dominierten die Classic SBK, unter den nachfolgenden 750ern setzte sich Stefan von der Wehl auf seiner Seeley-Honda gegen die weiteren 7einhalber durch.

Ganz ordentlich sah diesmal das Starterfeld der 1h Endurance aus – und die Renndistanz hielt trotz ihrer Kürze einige Spannung bereit. Zunächst führte Georg Günther mit seiner Suzuki 750, doch als er viel Zeit beim Tankstopp verlor, ging Marco Gluch nach vorn, der zwar auch alleine fuhr, aber nur das Bike wechselte und so nicht mal tanken musste. Die Brüder Conrad, am Start mit einem Superbike und einem Supersportler, teilten sich die Zeit gut ein und gingen zwischenzeitlich auf Rang drei, mussten diesen jedoch an Christian Schiller abtreten, der diesen aber am Ende wieder verlor, weil er ohne Stopp durchfuhr – doch einer ist aber Pflicht, auch wenn nicht gewechselt wird. Nach einer Stunde war Marco Gluch Sieger vor dem Team Conrad und dem aufgerückten Georg Günther. Könnte man wiederholen, so ein 1h Endurance..!


Am Ende konnten alle sich nicht entscheiden zwischen Feiern des gelungenen Ablaufs und der festlichen wie hochverdichteten Racing-Stimmung – doch gefeiert worden war ja bereits am Samstagabend mit der Pirker Blas- und Fetz-Musik. BIKEtoberfestler und Pirker wachsen von Jahr zu Jahr mehr zusammen. Frieder und seine Combo gehören inzwischen einfach dazu und haben schon jetzt versprochen, im nächsten Jahr wieder dabeizusein. Wir auch!

 

ERGEBNISSE:      
Pro Thunder pdf Lauf 1 Lauf 2

ProBEARS / Supertwins

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Lauf 1

Lauf 2

Superbike B/Open pdf Lauf 1 Lauf 2
Supersport B / Open pdf Lauf 1 Lauf 2
ClassicBEARS / VintageBEARS / Classic SAM pdf Lauf 1 Lauf 2
TT SuperclassiX / Classic Superbikes pdf Lauf 1 Lauf 2
1 h Endurance pdf Ergebnis  
       

Fotos vom Event gibt es hier:

www.teamfotograf.de

     

Endpunktestände der Klassen:
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Pro Thunder

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