Bericht Masters of Speed  15.- 17. April 2011



SuperclassiX und Supertwins teilten das Starterfeld und erwiesen sich als auf Augenhöhe.

TT SuperclassiX: Von wegen „große“ Fours…

Nicht die PS-starken Youngtimer der TT Open machten das Rennen beim TT SuperclassiX-Auftakt in der Lausitz, sondern eine 600er und ein Zweizylinder. Hans-Werner Bischoff auf seiner Wellbrock-Honda CBR 600 sah in Lauf 1 als erster die karierte Flagge, im zweiten Lauf war es Ralf Wobker mit seiner Ducati 888 – immer noch ein Superbike-Schreck also. Den Speed mitgehen können hätte Mikal Henriksen auf seiner RC 30 – doch die wurde schon im Training zu heiss, so dass das Team lieber schnell in die heimische dänische Werkstatt fuhr.

Noch mehr Außenseiter-Action brachte Marco Gramenz ins Spiel. Mit seiner Kawa ZXR 400 mischte er höchst munter in der TT F2 mit. Bischoff gewann zwar beide Läufe souverän, doch in Lauf 1 holte Gramenz Platz 2, nachdem Steffen Klein als Zweiter gestürzt war. In Lauf 2 blieb Klein oben, holte Rang zwei und verwies Gramenz auf Platz 3.Christian Siegel profitierte ebenfalls vom Klein-Crash und nahm die Pokale für Platz 3 und 4 mit nach Hause, in Lauf 1 vor CBR

600 Kollege Felix Uebele und Falk Wolf auf 750 SS. In Lauf 2 gab´s hingegen mehr Konkurrenz, denn die zur SuperclassiX Endurance angetreten Racer traten ersatzweise im Sprint mit an und schlugen sich achtbar: Michael Zettel (ZXR 400) holte Platz  5 vor Ralf Rosner (VFR 400), Hans Scherenberg auf CBR 600, Felix Uebele und Falk Wolf.

Auch wenn RC 30-Treiber Henriksen nicht mitmischte, so hetzten doch einige RC 30 Doppelsieger Wobker. Ihm in Nacken saßen jeweils Heinz Cordes, Wolfgang Harbusch (beide Wellbrock-Honda RC 30) und RC 30-Clubkollege Daniel Groth aus der Schweiz, die jeweils die Plätze zwei bis vier belegten. Olav Bock auf der einzigen gestarteten GSX-R 750 hatte es mit Rainer Stäbe auf Ducati 851 zu tun. In Lauf 1 behielt Stäbe die Oberhand, schied jedoch in Lauf 2 mit zickiger Italo-Technik aus.

Fette Beute für das schweizerische Lager wurde die TT Open. Beide Male gewann Thomas Gantenbein auf seiner FZ/FZR vor Urs Hunkeler mit dem gleichen Motor, jedoch „eingepackt“ in eine Bimota YB6 Exup. Rang drei sicherte sich in beiden Läufen Gerd Hein auf CBR 900, in Lauf 1 vor dem Norweger Kurt Brevik auf FZR 1000, in Lauf 2 vor dem

Ralf Wobkers Ducati 888 machte einmal mehr den Vierzylindern den Garaus.

TT F2 jagt TTF1 –vorne Wolfgang Harbusch und Heinz Cordes auf RC 30, dahinter Marco Gramenz (ZXR 400) und Christian Siegel (CBR 600).

SC-Enduristen Rainer Platt auf FZ/FZR und Vikinger Brevik. Andreas Heller hatte mit seiner Z 1000 als einziger 18 Zöller im Feld einen schweren Stand und konnte nur in Lauf 2 Peter Müller auf FZ auf den letzten Platz verweisen.

Mangels Masse gab es keine eigene Siegerehrung für die Classic Superbikes. Peter Thomas nahm mit seiner ganz frisch erworbenen PSS-Suzuki zwar das Rennen auf, rollte aber bald unverrichteter Dinge zurück ins Fahrerlager: Der Gixxer-Four wollte einfach nicht hochdrehen. Bis zum nächsten Lauf in Schleiz sollte der Treibsatz jedoch wieder beissen – und auch weitere Classic SBK-Nennungen sind eingegangen, so dass dann auch für die 18 Zoll-Fours die Saison ernsthaft beginnen kann.



Die Schnellsten der TT F2 in der ersten Runde: Steffen Klein (CBR 600), Marco Gramenz (185), Hans-Werner Bischoff (106) und Wolfgang Harbusch (RC 30, TT F1) im Duell mit den schnellsten Twins.


Thomas Gantenbein gewann mit seiner 1000er FZ souverän die TT Open.

 


ERGEBNISSE:    
TT SuperclassiX / Supertwins Lauf 1 Lauf 2
BEARS Lauf 1 Lauf 2

Pro Thunder / ProBEARS

Lauf 1

Lauf 2

Superbike B/Open Lauf 1 Lauf 2
Supersport B / Open Lauf 1 Lauf 2
     

Fotos vom Event gibt es hier:

www.teamfotograf.de
www.speedmotopics.de

   



Die Sieger des TTF1-Auftakts – rechts Doppelsieger Ralf Wobker