Bericht Masters of Speed  15.- 17. April 2011



Hans Schüpbach auf der KR 2 V hatte die Supertwins-Premiere sicher im Griff

Supertwins: Hausi machte keine Gefangenen

Wenn Konny Räss einen Zweizylinder baut, dann ist das nichts Einfaches. Und wenn es ein schneller Zweizylinder werden soll, dann ist er der Adrian Newey der Battle of Twins. Drei Jahre ist es her, dass er seine KR 2V auf die Räder stellte. Schnell war sie von Anbeginn an, aber gemittelt zu langsam – dann nämlich, wenn man die nicht komplettierten Runden in die Rechnung einbezieht. Seit dem letzten Sommer hält sie jedoch und zickt nicht, so wie es sich auch für eine KR gehört. Und seither macht Rider Hans „Hausi“ Schüpbach noch weniger Gefangene als sonst.

Die Supertwins kommt dem Basler Gespann wie gerufen, und entsprechend viel hatte Hausi sich vorgenommen – abzulesen an der Pole der Supertwins, auf Augenhöhe mit Ralf Wobker auf der schnellen 888 aus der SuperclassiX. Und den beiden im Rennen zuzusehen, war ein Hochgenuss für desmodromisch angehauchte Racefans. Aber zum Glück hatte Wobker mit dem Ausgang der Supertwins nichts zu tun, gleich beide Siegerpokale gingen an Hans Schüpbach

auf der KR 2V. Damit münzte er den Erfahrungsvorsprung um, an dem andere noch bauen. Im Falle von Rolf Hadeler und Jörn Widderich ging das recht schnell, und ex 4-V-Treiber Widderich kam mit dem Leichtbau aus dem Hause Hadeler mit Multistrada-Motor auch auf Anhieb gut klar und holte Platz 2 vor Frank Heyden auf der Pierobon. Doch der kehrte in Lauf 2 den Spieß um und nahm Widderich Platz zwei um 0,018 Sekunden ab – so muss Supertwin Racing sein.

Arne Basts Zeit in den beiden Rennläufen hingegen war nicht ganz so actiongeladen: Von anderen Twins relativ unbehelligt, fuhr er zwei sichere vierte Plätze vor Sergio di Taranto (B) ein. Eingeschränkt einsatzfähig hingegen waren Frank Claussner und Kim Bucher. Von geplanten vier Zielflaggen (Doppelstart mit den ProBEARS) sah Frank Claussner mit seiner neuen 999/1100 nur eine – im Samstagslauf der Supertwins kam er nur zwei Runden weit und packte dann zwecks Getriebereparatur in der heimischen Werkstatt ein. Kim Bucher hingegen hatte einfacheres Basteln. Seine 900 SS strandete in Lauf 1, in Lauf 2 jedoch hielten Kim wie auch 900 SS durch, Platz 7 vor Stefan Nerges Elbufer-Guzzi sprang dabei heraus.

Jörn Widderich fühlte sich im Zweiventilerlager gleich pudelwohl und holte zwei Treppchenplätze.

Frank Heyden war Jörns ärgster Widersacher und rang ihm am Sonntag Platz 2 um 0,018 Sekunden ab

Der Eurospeedway ist unter Twin-Treibern kein übermäßig populäres Geläuf, aber zusammen mit den SuperclassiX machte es durchaus Sinn, die neue Serie dort starten zu lassen. Das klappte nicht nur wegen der erprobten Harmonie zwischen den beiden Klassen und wegen des unverhofften Frühlings, sondern auch, weil der Eurospeedway sich doch als reizvollerer Rundkurs als erwartet erwies.

Der Startschuss ist gefallen. Übers Jahr, das zeichnet sich jetzt schon ab, wird die Supertwins kräftig wachsen. Wir werden neue und alte Motorräder, aber auch junge und alte Fahrer sehen, die wir schon länger vermisst hatten. Weiter geht´s am 3./4.Juni auf dem Schleizer Dreieck.



„Desmofaust“ Arne Bast schlug zu und holte zwei unbestrittene vierte Plätze.


Sergio di Taranto aus Belgien, zweimal Platz 5. Sergio will die ganze Serie fahren.

 



Stefan Nerge brachte die einzige Guzzi ins Feld


Supertwin der nächsten Generation, leider noch zu anfällig: Frank Claussners 999-1100 SS.

 


ERGEBNISSE:    
TT SuperclassiX / Supertwins Lauf 1 Lauf 2
BEARS Lauf 1 Lauf 2

Pro Thunder / ProBEARS

Lauf 1

Lauf 2

Superbike B/Open Lauf 1 Lauf 2
Supersport B / Open Lauf 1 Lauf 2
     

Fotos vom Event gibt es hier:

www.teamfotograf.de
www.speedmotopics.de

   



Die Sieger der Supertwins-Premiere