Bericht Masters of Speed  12. - 14. April 2013



„Wurde immer blauer: der Himmel über der Lausitz“

Die Stunde der frühen Vögel

Frühlings- und Saisonauftakt in der Lausitz

Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder im Fall der Masters of Speed die Punkte. Während die ProThunder und ProBEARS an den Frühlingseinzug am Auftaktwochenende in der Lausitz glaubten und ihre Sachen packten, blieben Supersportler und Superbiker skeptisch und überwiegend  daheim. Schade eigentlich, denn ab Freitag besserten sich Wetter- und Temperaturlage langsam aber sicher – bis hin zu 17 Grad und immer mehr Sonnenfenstern am Sonntag.

Pünktlich zum ersten Lauf am Samstag, zu dem ProBEARS und Supersportler gemeinsam auf die Reise gehen sollten, nässte die Sonne Brandenburgs dennoch die Strecke ein. Insbesondere den Supersportlern schien dies nicht geheuer, sie ließen den ProBEARS die Strecke für sich. Weil Favorit Leo Neels hin- und ausfiel und Regen-As Dirk Mothes auf alten Regenreifen besonders vorsichtig unterwegs war, konnte ProBEARS-Neuzugang Thomas Hemmerling sein erstes ProBEARS-Rennen vor TRXer Patrick Leier gewinnen. Auch zum Lauf der ProThunder war´s noch nass – doch das ging beinahe unter angesichts des spannendes Dreikampfs, der sich aus der Zusammenlegung

von ProThunder und Superbikes ergab. So trafen PT-Champ Malte Siedenburg auf 848, SBK-B-Master Peter Rehder auf 1098 S und Luca Hansen, der heuer auf 848 die SBK Open in Angriff nimmt, aufeinander – Ducati-Hechte im Vierzylinder-Karpfenteich haben bei Art Motor Tradition. Das klassenübergreifende Match entschied Hansen für sich, auch wenn er sich dem dänischen Honda-CBR 1000 –Reiter Erik Thomsen beugen musste. Doch die ProThunder machte Malte Siedenburg klar, souverän vor Frank Behrje, sehr deutlich vor Normann Plambeck und Bernd Wetzel, der erstmals mit Wets auf seiner Mille ausrückte. Peter Rehder landete Platz 2 im Ducati-internen Match und holte die SBK B vor Dachländer Sven Aßmuss und Thomas Netzker auf MV 1000.

Während die Supertwins arg ausgedünnt antraten und sich durch Hausi Schüpachs Motorschaden weiter dezimierten, zeigten sich die mit ihnen gestarteten TT SuperclassiX schon gut in Form. Gar nichts anbrennen ließ Sven Schiron, der mit seiner Fireblade nicht nur in der TT Open allen auf und davon fuhr und SC 28-Kollegen Gerald Schnabel auf TT Open-Platz 2 verwies. In der TTF1 gelang Daniel Groth mit seiner RC 30 der erste Sieg vor Michael Sohns auf der 750er Ypse und Wolfgang Harbusch, ebenfalls RC30.

ProThunder-Sieger Malte Siedenburg wehrt sich erbittert gegen die Superbike-Vierzylinder

Der Doppelfight:  Vorne TT Open-Rivalen Schiron und Kristensen, dahinter Supertwins-Widersacher Daytona und Widderich

Mit dem Sieg über Umsteiger Mika Henriksen in der TTF2 mästete HW Bischoff das Punktekonto der Wellbrock-Mannschaft für die tts-Fuchs Silkolene Team Trophy weiter – mehr Punkte holte an dem Weekend keine Mannschaft.

Volle Punkte-Ausbeute gab´s für Daytona und Little Guzzilla bei den Supertwins – auf abgetrockneter Strecke  konnte der Rekonvaleszent den amtierenden Supertwins-Champ Jörn Widderich und Frank Heyden auf die Plätze verweisen

Am Sonntag war der Frühling dann endgültig angekommen. Doch weil das Wochenende ihnen schon so viel Trockenheit beschert hatte, war das Gros der Supersportler bereits ausgetestet und  abgereist. Kay Kruner gewann so die Ssp B vor Justin Mendenhall, Anders Blacha die Ssp Open. Die ProBEARS sah einen packenden Fight zwischen Dirk Mothes, Thomas Hemmerling un d Leo Neels, an dessen Ende die beiden Duc 749 die Nase vor der Neelsschen street Triple  ins Ziel schoben. Bei der zweiten Auflage der drei schnellen Ducs im kombinierten ProThunder- und Superbike-Rennen setzte sich diesmal Luca Hansen auf der 848 deutlich von Peter Rehder und Malte Siedenburg ab und gewann damit klar die SBK Open vor Erik Thomsen, Rüdiger Wenzel und Hilmar Förster.

Die SBK B holte sich Peter Rehder vor Manni Kehrmann und Rich de Rousse. Und mit seinem ProThunder-Sieg vor Frank Behrje, Ulli Geier und Normi Plambeck machte Malte Siedenburg den Ducati-Hattrick komplett – bester nicht-Ducatista in der ProThunder war Jens Schmidt auf Triumph 675, einmal direkt vor ex-Supertwinner Kim Bucher bei seinem ersten ProThunder-Rennen, in Lauf 2 vor Mille-Michael Lutz.


Während bei den Supertwins Daytona mit  einem da capo-Sieg vor Widderich und Heyden blendend in die neue Saison startete, gabs bei den SuperclassiX ein doch etwas verändertes Podium: In der TT Open schob sich Michael Kristensen auf der gelben ´87er GSX-R 1100 zwischen die beiden SC 28 von Sieger Schiron und Gerald Schnabel; in der TTF2 schaffte Martin Herrchen bei seinem ersten SuperclassiX-Rennen auf der FZR 600 aus der Boxengass heraus Rang 3 hinter HW Bischoff und Mika Henriksen auf ihren CBR 600. Bei den TTF1 war diesmal die Reihe an Wolfgang Harbusch, seinen ersten F1-Sieg einzufahren, Daniel Groth und Michael Sohns konnten dahinter nur staunen.

Ergebnisse Masters of Speed 2013
 
SuperTwins
Lauf 1
Pro Thunder
Lauf 1 Lauf 2
ProBEARS
Lauf 1
Superbike B / Superbike Open
Lauf 1 Lauf 2
Supersport B / Supersport Open
Lauf 1
TT SuperclassiX
Lauf 1