Eigentlich war schon alles gelaufen in
der Pro Thunder. Stefan Schulz hatte die Klasse das Jahr über im Griff, aber
einige Kandidaten lauerten auf eine Abschlußrevanche: Jürgen Stumpf
auf der 999 etwa,dem drei Läufe fehlten, Wolfgang Reimer, der den Anschlußerfolg
zum Doppelsieg in Brno suchte, Malte Siedenburg, der seinem ersten Sieg immer
näher rückt. Doch keiner der Wünsche ging in Erfüllung, der
Sauerländer Schulz mit der grünen Duc zeigte es mal wieder allen.
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Ein immer besser aufgelegter Malte Siedenburg
(Bergel Ducati Racing) führt das Pro Thunder-Feld an. Am Ende reichte es
für Platz 2. Dahinter Jürgen Stumpf (Ralf's Motorcycle Center) der seine
999 leider im Kies versenkte, Stefan Schulz, der souveräne Gesamtsieger 2003
und die beiden Kämpen vom Racing Team Ostholstein Wolfgang Reimer und Frank
Groth. |
| Denen auf den Fersen sind Endru Holzhüter
(Ducati Club Berlin) und Brian Fynbo einer der zwei Dänen im Feld. Soweit
die ersten Sieben. |
Nur einer kam seinen Vorstellungen ziemlich nahe: Malte Siedenburg presste die
Bergel-998 erst einmal in Führung, doch das war relativ zu sehen, denn die
Spitze passte rundenlang auf ein größeres Badetuch. Das konnte man
nach fünf Runden schon etwas zusammenfalten, denn Wolfgang Reimer warf die
blaue Ostholstein-Duc ins Aus. Polesitter Jürgen Stumpf kam da schon deutlich
weiter: Zwei Runden vor Schluß ging er ins Aus, brach nicht nur die Duc,
sondern auch zwei Rippen. Blieb das Duo aus Schulz und Siedenburg, und es blieb
auch die alte Reihenfolge: Sieg für Schulz, Platz zwei für Malte. Die
ostholsteinische Ehre zu retten, blieb Frank Groth: Mit mehr als einer halben
Minute Abstand holte er Rang drei. Hinter ihm drückten bekannte, aber unregelmäßige
Pro Thunder-Starter: Thorsten Grigo, beim Festival noch auf Duc 748 unterwegs,
warf seine 998 ordentlich um die Ecken und auf Platz 4 - vor dem Duo vom Ducati
Club Berlin, Endru Holzhüter und Jörg Kuttnick.
Ein bekanntes Duo rangelte auch um die Plätze 7 und 8: Harald Evers auf Triumh
T 955 und Däne Christian Spaulding auf der Kämna-Aprilia. Diesmal war
die Reihe wieder mal an Harald Evers:Platz 7 für ihn, Rang 8 für Chris.
Dahinter Nordlichter, soweit das Auge blickte: Andreas Bartschat erkämpfte
mit seiner Bike Shop-Mille Platz 9 vor Sigurd Rapöhn auf Hadeler-Duc , dem
Dänen Brian Fynbo auf Ducati 748 R und Arne Sievertsen auf der Ducati 996.
Doch bereits etwas herbstlichere Bedingungen, vor allem in Form teils leicht
feuchter Strecke, liessen das Bild am Sonntag doch schon etwas anders aussehen.
Schulz und Siedenburg eilten dem Feld erneut davon - unbehelligt diesmal von
Jürgen Stumpf, der rippenbedingt auf den Start verzichtete und auch ungefährdet
vom Ostholstein-Duo, das sich bei den kritischen Bedingungen zurückhielt
- nicht genug, wie sich später zeigen sollte.
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Stefan Schulz bringt den gestrandeten Wolfgang Reimer nach
Hause.
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Über die ganze Distanz Blickkontakt zur Spitze hatte nur Thorsten Grigo,
der so mal wieder bewies, daß alter Bremerhavener Zweitaktadel als beste
Viertaktvorausetzung taugt. Platz drei für den ex-Morbidelli-Mann also. Doch
dahinter zeigten sich die Karten komplett neu gemischt: Die Dänen nahmen
fürchterlich Rache für jede in Lauf 1 erlittene Schmach: Christian Spaulding
setzte sich gegen Harald Evers durch und fuhr mit dem vierten Platz soweit vor
wie noch nie, und Brian Fynbo verwies mit der 748 Andreas Bartschat auf Platz
7. Jörg Kuttnick rettete die DCB-Ehre mit Rang 8 vor Sigurd Rapöhn und
Dirk Winterhoff.
Auch wenn Wolfgang Reimer das Ziel nicht sah, so reichten seine Punkte doch für
Platz zwei hinter Stefan Schulz im Gesamtklassement. Doch Platz drei, und damit
einen Platz besser als Malte Siedenburg, klassierte sich der Mann, der auch heuer
wieder beide Läufe der Division 2 gewann. Leonhard Eibl auf der BMW R 1100
S. Ihm auf den Fersen war ein in beiden Läufen blendend aufgelegter Michael
Krieger auf der "Lola pennt"-748. Dahinter hatte Dirk Mothes Mühe,
sich der Angriffe von Peter Westermajer zu erwehren - erst in Lauf 2 betrug der
Abstand zwei Sekunden statt zuvor zwei Zehntelsekunden. Ebenso gelang Andreas
Höne auf der DucDickel-749 erst in Lauf 2 der fünfte Platz - im ersten
Lauf mußte er sich Michael Berkhan beugen, der sich in Lauf 2 dem Reigen
der Ausfallopfer anschloss.
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Das letzte Podium der Pro Thunder für dieses Jahr (v.
links nach rechts): Platz 2: Malte Siedenburg (Div. 1) und Michael Krieger (Div.
2), Platz 1 Leonhard Eibl (Div. 2) und Stefan Schulz (Div. 1) vor dem Treppchen,
Platz 3 Thorsten Grigo, Black Bike Company (Div. 1) und Dirk Mothes, DSM Ducati/CFF
(Div. 2), Platz 4: Christian Spaulding, der reisefreudige Däne (Div. 1).
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