Ralph Stelzer heißt der neue Champion
der Sound of Thunder. Mit einem Doppelsieg bei den beiden Entscheidungsläufen
beim BIKEtoberfest in Oschersleben zementierte der Aprilia RSV-Mille-Fahrer des
Rehm Race Service Teams seinen Tabellenvorsprung und übernahm das Zepter
vom Sieger der Vorjahre, Gerhard Wacker auf Wacker-Honda VTR 1000 SP-1. Als Dritter
der Schlussabrechnung klassierte sich Ralf Schwickerath auf der PAckparts-BMW.
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Beherzt katapultiert Daytona seine Guzzilla an die Spitze
des hochkarätigen Sound of Thunder-Feldes. Mit der 24 Ralf Schwickerath,
der nach einer verpatzten Saison 2002 in diesem Jahr den dritten Platz der Gesamtwertung
einfahren konnte. Im Sandwich Hendryk Peuker, der abundzu-Starter. |
Das Feld, das zum bajuwarisch angehauchten Saisonfinale antrat, war nicht nur
schwer hochkarätig, sondern dazu noch schwer motiviert. Belege gefällig?
Einen Platz in den ersten sechs (!) Reihen der Startaufstellung gab es nur mit
einer Zeit von 1:40 und weniger. Das ist schon dünne Luft... Die Pole sicherte
sich dabei mit 1:34.509 Ralph Stelzer, als Überraschungsgast neben sich durfte
er Ralf Schwickerath auf der PAckparts-BMW begrüßen, hinzu gesellten
sich die beiden Aprilia-Asse Karsten Bartschat (Bike Shop Lüchow) und Hendryk
Peuker (Peuker & Streeb).
Stefan Schulz sah sich das ganze aus der sicheren Entfernung des dritten Platzes
an, hielt aber immer noch Malte Siedenburg auf der Bergel-Ducati deutlicher in
Schach als dieser Frank Groth, der so auf Platz 5 einlief.
Doch das Spitzenfeld sollte sich schnell sortieren. Während Stelzer davonzog,
rollte bereits in Runde 2 Karsten Bartschat mit Technik-Defekt an die Box, und
Ralf Schwickerath wünschte sich sehnlichst die Power des neuen Motors herbei,
der freilich das Training nicht überstanden hatte, - den Speed der Spitze
konnte er nicht mitgehen. Dafür stürmte Gerhard Wacker aus der zweiten
Reihe nach vorne und preßte sich, vorbei an Hendryk Peuker, auf Platz zwei.
Schwickerath seinerseits musste Lex van Dijk auf der Gilex-Aprilia auf den vierten
Platz ziehen lassen, rettete hinter diesem jedoch noch einen fünften Platz
vor einem weiteren niederländischen Fahrer, Jeroen Oudemann auf der Bakker
Barracuda mit TL 1000-Treibsatz. Doch das war knapp: denn Oudemann duellierte
sich aufs herzhafteste mit Graham Brown John auf der Gilex-Ducati, der allerdings
im Ziel um 3 Tausendstel unterlag.
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In den drei letzten Rennen ungeschlagen: Ralf Stelzer, der
neue Champion der Sound of Thunder.
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Zumindest genau so eng ging es im nächsten Pulk zu: Boris Deißler mit
der Cappuccino Corse-998 hielt um zwei Sekunden Martin Kratzer auf der OL-748
nieder, der mal wieder Donnerluft schnupperte. Auch Guzzilla zeigte sich gut aufgelegt:Platz
10 für "Daytona" und das Guzzi-Urviech vor Frank Peter Fetsch und
Sven Ollendorf.
Rennlauf 2 am Sonntag startete als Wet Race auf teilweise feuchter Straße,
und so einige Münder blieben weit offen, als Daytona und Guzzilla als Führende
aus der ersten Runde zurückkamen. Die Freude war freilich nicht von Dauer,
nach und nach pirschten sich die Motorräder vom Typ "Leichte Sorte"
vorbei. Allen voran natürlich Ralf Stelzer, der bald einen Vorsprung herausgefahren
hatte. Karsten Bartschat hatte zwar das Glück, dass seine Aprilia diesmal
uhrwerksgleich lief, doch Wim van den Broeck auf der Freddy Nissen-Ducati 996
konnte er nicht halten. Platz 2 also für den jungen Belgier bei seinem ersten
Auslandsstart, Rang 3 für Bike Shop Lüchow-Teamchef Bartschat.
Für Gerhard Wacker war die Titelverteidigung gelaufen, der Saarländer
Tuner und Teamchef begnügte sich mit Platz 4 - nur um einen Lidschlag vor
BMW-Treiber Schwickerath. Das niederländische Duo von Jeroen Oudemann und
Graham Brown John folgte, wie im ersten Lauf auf den Plätzen 6 und 7 einsortiert,
im Windschatten und distanzierte so Daytona und Guzzilla auf einen über die
Distanz geretteten achten Platz. Der Neuntplatzierte, Boris Deißler, hatte
sich der Angriffe von Christoph Dachselt zu erwehren, der noch im ersten Lauf
einen Nuller schreiben mußte, sich jetzt aber am letzten Top Ten-Platz freuen
durfte. Stefan Holz brachte seine VTR auf Platz elf, Elmar Bode seine Ducati-Suzuki
auf Platz 12.
Ein Novum erlebte die Division 2: Dirk Scheffer brachte die Buell erstmals über
die Distanz und durfte sich als Dopelsieger feiern lassen. Und das lag nicht daran,
dass die Konkurrenz patzte.Ralph Schädel, Gesamtvierter, kam in Lauf 1 zwar
nur eine Runde weit, leistete im Rennen vom Sonntag jedoch erbitterten Widerstand.
Hans-Jürgen Maier belegte die Divsionsplätze 2 und 3 und sicherte sich
im Gesamklassement so noch den fünften Platz.
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Letztes Podium Sound of Thunder 2003 (v. links nach rechts):
Platz 2 für Ralph Schädel/Hadeler Ducati Rosengarten (Div. 2) und
den belgischen Gastfahrer Wim v.d.Broeck, NF Tongeren; Platz 1 für den
neuen Meister Ralf Stelzer/Rehm Race Service (Div. 1) und Dirk Scheffer/Buell
Racing Bonn, dessen Buell das erste Mal in diesem Jahr laufen wollte; Platz
3 für Karsten Bartschat/Bike Shop Lüchow (Div. 1) und Hans-Jürgen
Maier/HMD Racing (Div. 2), Platz 2 der Div. 1 ging an Gerhard Wacker/Motorradsport
Wacker (gebückt), den Champion der letzten beiden Jahre und Platz 5 der
Division 1 ging an den einzigen Boxertreiber im Feld: Ralf Schwickerath/PAck
Parts Racing.
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Fazit: Schon eines der Rennen dieser Sorte wäre eines Saisonfinales würdig
gewesen, gleich zwei der Art war ein wirklich gelungener Ausstand. Wie soll
das im nächsten Jahr besser werden? Vielleicht so, wie beim Fahrermeeting
als Richtungsweiser aufgestellt: Fünf Events mit je zwei Läufen, Technik
wie bisher, Aufheben der Trennung zwischen Zwei- und Vierventilern, getrennte
Wertung für die Zweiventiler. Demnächst in diesem Theater!
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