Wenn er mal fährt, dann
fährt er auch richtig: Stefan Schulz ließ in beiden Finalläufen
in Oschersleben nichts anbrennen und machte mit zwei Siegen dem Team
"Alte Säcke" alle Ehre. Mit der Titelentscheidung hatte
er aber nichts zu tun: Jens Hoffmans 998-Triebwerk zeigte sich vom
Ventilsalat in Brünn genesen und sorgte für ausreichend
Vortrieb in Lauf 1, um die Pünktchen für Platz 2 sicherzustellen.
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Pro Thunder-Gesamtsieger
und Sieger Division 1:
Jens Hoffmann, Ducati 998
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In Lauf 2 rutschte er mit 160er-Notbereifung hingegen nur auf Platz
6. Das reichte um Haaresbreite, um den Pro Thunder-Titel vor Mario
Wessel sicherzustellen. Der hatte insofern einen leichten Stand, als
sein direkter Konkurrent Malte Siedenburg schon im TrainingGetriebedefekt
erlitt, aber ansonsten ein ganz schön schweres Leben: In Lauf
1 mußter er sich Thorsten Grigo auf der Bergel 998 S noch auf
der Ziellinie beugen, in Lauf 2 Niclas Danielsen auf und davon auf
Platz 2 ziehen lassen. Immerhin konnte er so Revanche an Thorsten
Grigo nehmen und diesen auf Platz 4 verweisen.
Der hatte dafür in beiden Läufen Teamkollegen und -rivalen
FrankBehrje im Griff. Dieser mußte sich in Lauf 1 Niclas Danielsen
beugen und belegte so Platz 6, schlüpfte jedoch in Lauf 2 am
unterbereiften Hoffman vorbei auf Platz 5.
Ulli Geier von der Italo IG Minden hielt in Lauf 1 Landsmann Harald
Evers auf der Triumph in Schach, doch inLauf 2 war die Triple Nase
dann wieder vorn und auch noch Wolfgang Reimer, Sturzopfer in Lauf
1, auf Platz 8 vor ihm.
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Sieger Division 2:
Leonhard Eibl, Team BMW Martin, BMW R 1100 S
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Die Division 2 sah natürlich zahlreiche Besucher und Doppelstarter
aus der Boxer Battle und war dementsprechend weiß-blau lastig:
Die Ducati waren diesmal klar in der Minderzahl, und die Buell von
Norbert Lackinger erst recht. Leonhard Eibl setzte inLauf 1 mit
zwanzig Sekunden Vorsprung ein klares Zeichen, so dass er sich in
Lauf zwei mit Platz 3 bescheiden konnte - den Divsionssieg hatte
er bereits ebenso sicher in der Tasche wie Dauerkonkurrent Bernd
Papilion vom Boxer Team Position 2, die er auch in beiden Rennläufen
sicher belegte. Für eine Überraschung sorgte hingegen
Tino Ertel, Gaststarter aus der Boxer Battle: Im ersten Lauf noch
Dritter hinter Eibl und Pailion, fuhr er der Div.-2-Konkurrenz in
Lauf 2 auf und davon und trug sich als dritter Boxerfahrer in die
Liste der ´04er Pro Thunder-Div.2-Sieger ein.
Gegen die bayerisch-berlinerische Übermacht hielt Michael Krieger
die Ducati-Fahne am tapfersten hoch: In Lauf 1 fuhr er hinter dem
Boxer von Klaus Walz auf Platz 5, in Lauf 2 mitPeter Ackermann im
Schlepp auf Platz vier.
Ackermann hatte in Lauf 1 ein schnelles Markenkollegen-Duo vor sich,
das zu Lauf 2 nicht antrat: Frank Blin auf der Jobdoo-BMW und Karsten
Schlieker auf Walz-BMW rangelten munter über die Renndistanz
und belegten die Plätze 6 und 7.
Joachim Neisius stellte in Lauf 1 die zweitbeste Duc hinter Michael
Kriegers Ducati. Das gelang in Lauf 2 Günther Brendecke - beide
auf 748. Die kleinen Vierventiler haben ihren Vorteil gegen die 900
SS i.e. längst umgemünzt: Nur Burkhart Rogge hielt die Zweiventiler-Fahne
hoch und belegte Platz 10 im ersten und Rang 8 im zweiten Lauf, allerdings
hinter der Buell von Thorsten Lackinger, der einen Boxenstop der besonderen
Art hinlegte und zwischendurch kurz nachtanken ließ... |