Döring ließ die Kuh fliegen, doch Mühlmann gewann die Battle
Der Ausgang der baehr Boxer Battle war vor den beiden Läufen beim BIKEtoberfest etwa so klar wie Milchsuppe, gar nicht nämlich. Weil die Punktvergabe sich nach der Anzahl der Starter je Division errechnet, hing alles davon ob, wo sich die meisten Starter einfanden – und das war klipp und klar die „street“-Wertung.

Zu einem eigenen Boxer-Rennen jedoch reichte es nicht – mit insgesamt 12 Startern total. Aber im Feld der Pro Thunder 2, zusammen mit Buells, Ducati-SS- und 748/9er Modellen, ergab sich auch so eine sportliche, ausgeglichene Konstellation und ein propperes Feld - wiewohl eher im zweiten Lauf, denn in Lauf 1 verzichteten doch so einige auf den Start bei
diffiziler, da abtrocknender Strecke.
Dieser war am besten Ralf Schwickerath auf seiner überlegenen Packparts-Sound of Thunder-BMW gewachsen. Er gewann den Lauf und die Open-Wertung, in der Klaus Michalski auf der Schwetz-Racing 1100 S den zweiten Platz belegte.

Ganz weit vorne mischte aber auch ein anderer mit: Martin Döring balgte sich munter mit den Ducs und siegte glasklar in der Cup-Wertung. In seinem Schlepptau aber hielt sich Stanislav Kloucek (CZ) mit seiner Serien-S, der damit die street-Wertung einfuhr und mit der Spitze in einer Runde blieb.

Manfred Goracy fightete derweilen mit Klaus Michalski, dem er sich zum Schluss geschlagen geben musste, womit er aber noch immer
Rang 2 der Cup-Wertung holte, 3 Sekunden vor Manfred Koch auf seiner 1100 S.

Wer erwartete, dass die GS-Treiber sich auf dem schwierigen Geläuf am besten zurechtfinden würden, sah sich enttäuscht: Die drei GSler Michael Mühlmann (Team M-Tec), Georg Bayer (Boxerschmiede) und Manfred Zimmermann (Team M-Tec) blieben zwar zusammen - aber weiter hinten und segelten geschlossen auf die Plätze 2 bis 4 der street-Wertung.

Lauf 2 hingegen brachte mit Sommer, Sonne, Sonnenschein ideale Voraussetzungen für die Entscheidung mit. „Latte“ Döring auf seiner Trim-Line-1100 S knallte erneut vorneweg und blieb nur vier Sekunden hinter dem Pro Thunder 2-Sieger. Da konnte auch Stephan
Gerriets nicht mithalten, der hier als alter Ducatista erstmals seine R 1200 S auf die Piste führte und mit Platz 2 in der cup-Wertung zufrieden sein konnte. Um Platz 3 fighteten die beiden Berliner Manfreds, Goracy und Koch, auf ihren Sen, wobei Goracy erst im Fotofinish die Oberhand behielt. Michgael Barharn, noch in Gedanken bei seiner Duc, steuerte seine neue 1200 S auf Platz 5.
Die street-Wertung wurde erneut sichere Beute für Stanislav Kloucek, der als Dritter Boxertreiber gesamt einlief und keine Konkurrenz fürchten musste. Aber auch die GS-Fahrer kamen in Fahrt, allen voran Michael Mühlmann der sich mit Platz, 2 hart erkämpft gegen den Dritten, Reinhold Bokämper auf 1100 S, die entscheidenen Punkte sicherte. Mit Manfred Zimmermann und Georg Beyer sicherten sich zwei weitere GSler Platz 4 und 5, wobei sich 1100 S-Klude erst im Ziel um eine Sekunde geschlagen geben und mit Platz 6 bescheiden musste.

Klaus Michaslki fuhr in Abwesenheit von „Schwicki“ und Frank Blin auf seiner stilsicheren Hofbräuhaus-Hamburg-BMW ein einsames Rennen in der Open, besiegte auf der Piste aber immerhin die meisten der seriennäheren 1100er.