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Pollheide
wie 2005 – keine Titelgefahr für Piet Schmidt |
Die Idee war
gut, die Ausführung schwieriger: Mit einem gemeinsamen Feld
von Sportbike Open und Open Extreme über 20 Oschersleben-Runden
sollten die Spitzen beider Ligen um die Wette racen, doch das wechselhafte
Wetter am Samstag machte einen Strich durch die Rechnung. Die Zeiten
des auf abtrocknender Strecke gefahrenen Quali-Rennens waren nicht
unter einen Hut zu bringen mit den Zeittrainingszeiten der Extremisten.
Rennleitung und Zeitnahme entschieden daher, die Aufstellung zum
Rennen nach allen gefahrenen Zeiten des Samstags zu vorzunehmen.
Da standen die Open Extreme-Fahrer mit ihren Trockenzeiten natürlich
ganz weit vorne und einige |
SBO-Fahrer,
die auf den Renneinlauf gesetzt und dabei ihre Regenreifen zerrieben
hatten, nicht so gut wie erwartet. Doch die Rennwertung berührte
das nicht, denn die erfolgte getrennt für die beiden Klassen.
Doch alle Diskussionen und Probleme lösten sich in Luft auf,
als die Startampel erlosch, und an die 40 Vollgascracks, davon zwei
Drittel schneller als 1:40, auf die Hatz gingen. Gar keinen Zweifel
daran aufkommen, dass er den Vorjahressieg zu wiederholen gedachte,
ließ von Anfang an Uwe Pollheide. Im Handstreich holte er
sich die Spitze der SBO (wenn er auch nicht an Doc Bundy auf der
Kabro-R1 vorbeikam), setzte sich konstant ab und hatte im Ziel den
Nächstbesten um mehr als eine halbe Minute hinter sich. |
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Das war streetFIRE-Sieger
Jan Christiansen, Vollgastier aus Dänemark. Aus den Niederungen
des Mittelfeldes gestartet, biss er sich konstant immer weiter nach
vorne und zum Schluss an den beiden dänischen Kawa-Reitern
Brian Rasmussen und Michael Rönde, die sich ihrerseits fortwährend
um Platz drei balgten, vorbei auf Platz 2. Hinter Rasmussen und
Rönde folgte bereits knapp geschlagen der beste Niederländer,
Leon Tijssen vom Team Hangloose Racing. Der hatte sich einen komfortablen
Abstand zu Lokalmatador Mathias Heendorf auf der Endurance-BMW K
1200 S von Schubert Motors herausgefahren, mußte sich aber
schwer bedrängen lassen von Piet Schmidt – doch der war
doppelt gehandicapt: Schon mit geprelltem Knöchel gehbehindert
angekommen, war er im Training |
erneut gecrasht und hatte
die Schulter lädiert. Immerhin: Die Sportbike Open hatte er
das ganze Jahr über kontrolliert, der Titel war ihm nicht mehr
zu nehmen - und auch der siebte Rang nicht, denn der Achte, Gerold
Ankert auf der CBR 1000 RR vom Schreiber Racing Team, kam weder
dran noch dran vorbei.
Platz 9 holte sich Stefan Solterbeck vor Flemming J. Petersen auf
der betagten Fireblade, und Knut Jänicke als Elfter musste
sich bereits überrunden lassen. Das ging Arne Loklinth (S)
nicht anders, doch dessen Leistung war dennoch beachtlich, führte
er doch mit der serienmäßigen Triumph Daytona 675 einen
enormen Hubraumnachteil spazieren und konnte sich dennoch gegen
schnelle Herren wie Ferdinand Schmarje durchsetzen: Platz 12 und
13.
Die Ducati im Feld lieferten sich einen Fight unter sich: Den, und
damit Platz 14, gewann JörN Widderich auf der Motomania-Duc
998 vor dem Dänen Niclas Danielsen auf der 999, der sich zum
Schluss gegen Boris Deißler auf der bma-996 RS durchsetzen
konnte.
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Gewertet wurde
getrennt Extremisten sortieren bei der Quali-Rennens war das internationalste
Podium beim BIKEtoberfest: Nachdem Rennen der VintageBEARS versammelten
sich auf dem Balkon jeweils ein Fahrer aus den Niederlanden, Deutschland
und Großbritannien. Die erste Überraschung hatte es aber
bereits im Training gegeben: Die VintageBEARS, sonst immer Anhängsel
der classicBEARS, deklassierte diese diesmal rein zahlenmäßig,
und ihr schnellster Mann, Jan Jan Kampen, ließ mit seiner
Aermacchi mehr als die Hälfte der hubraumstärkeren classicBEARS
hinter sich.
Das Kunststückchen gelang ihm im Rennen erst recht: Als Siebter
im Gesamtklassement ließ er nur sechs Tausender vor sich.
Die VintageBEARS |
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gewann er damit
souverän, im Ansatz folgen konnte ihm lediglich Thomas Merz
mit seiner Seeley Matchless, der somit als Sieger der drei bisherigen
Rennläufe der Saison ganz klar die Jahresgesamtwertung gewann.
Aber was noch nicht feststand, das war der zweite Platz. Wer würde
es machen? Andreas Wagner-Wischhoff mit der Pantah, Stefan Sieling,
ebenfalls auf Pantah oder Daniel Blanchard auf seinem 450er Single?
Ganz schlechte Karten hatte Stefan Sieling: Bereits im Donnerstag-Training
richtete er seinen Motor irreparabel. Hilfe kam erst in Sicht, als
ihm sein alter Motor zuhause wieder einfiel, der sich aber seit
zehn Jahren nicht mehr gedreht hatte. In einer Nacht- und Hast-Aktion
wurde der alte Serientwin von seinen Spinnweben befreit, |
neu gelagert
und in Oschersleben ins Bike verfrachtet. Den Qualm des Rennmotors
hatte er damit noch immer nicht, aber immerhin...
Erwartungsgemäß mußte er so seine direkte Konkurrenz
ziehen lassen, doch die hatte schon genug zu tun: Colin Dally mit
der Norton Manx fuhr sauber den dritten Treppchenplatz hinter Kampen
und Merz heraus, erst als Vierter lief Andreas Wagner Wischhoff
ein, der damit Tabellenplatz zwei klar machte. Unverhoffte Schützenhilfe
bekam er dabei von Cord Warneke auf seiner Velocette Venom und Jarno
Jonker auf der BMW R 50, die ihm den Rücken frei hielten und
die Plätze 6 und 7 einfuhren. Erst auf Platz 7 folgte Daniel
Blanchard, doch weil Sieling sich an seine Fersen heftete und Rang
8 einfuhr, sicherte er sich Platz 3 in der |
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Gesamtwertung
um einen Punkt vor Daniel Blanchard. Immerhin gelang es den beiden
Ducatista, der nachfolgenden britischen Invasion Herr zu werden:
Platz 9 belegte in seinem ersten Rennen des Jahres Harald Spath
auf seiner Seeley-Weslake vor John Clarke auf Seeley G 50, Jan Koning
(NL) auf Seeley BSA und Troels Moellebaek (DK) auf Triumph T100.
Die British Bike-Allianz dominierte damit auch das Mittelfeld –
der italienischen Phalanx blieben nur die Plätze ab 13, angeführt
von Urs Graf auf Ducati 450, Andreas Barkhoff auf Moto Guzzi V50
und Matthias Wolf auf SR 500, der aber qua Reglement (keine Punkte
in 06 für Japaner) seinen letzten Punkt an Thomas Federli auf
der 350er Ducati abtreten musste. |
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