Schneller Schädel schlug alle – ein Pünktchen entschied Gesamtplatz 3
Kein Weg führte an Ralph Schädel vorbei – nicht in den Thunder-BEARS-Rennen der Saison 2006, und auch nicht beim Rennlauf beim BIKEtoberfest: Da holte das Nordlicht auf der Hadeler-Duc TT1 den vierten Sieg in Folge. Dabei schlug er seinen erneuten „Spielgefährten“ Ronald Matthies auf der 944 SS, Sieger bei den SuperBEARS, erstmals in diesem Jahr – wenn auch eingeräumtermaßen nur ganz, ganz knapp. Immer noch knapp, aber deutlich genug dahinter: Holger Aue auf der Motomania-Guzzi, der einfach nicht ran-, und schon gar nicht vorbeikam, und zum vierten Mal in Folge auf Platz zwei fuhr. In der Hatz auf die Spitze fuhr Aue einen Vorsprung von fast einer halben Minute auf Jan
Christiansen auf der 750 SS des Italian Bike Store heraus – mehr wäre für den schnellen Dänen dringewesen, aber ein bisschen mehr Hubraum hätte er schon dazu gebraucht – Schädel hat die 750er Schwelle längst hinter sich gelassen, und die Guzzis sind ja traditionell Big Banger mit einem Liter Hubraum und mehr.

Damit kam Christiansen ganz schön ins Gehege von Tommi Schuler, der auf „Thors Hammer“ von Hillbilly Motors seit dem Lausitz-Nuller dank Gehäusebruchs als Jäger des verlorenenen Punkteschatzes im Verlauf der Saison immer näher an die Top 3 herankam, auch wenn er zwischendurch mit Fast-Serienmotor ein Leistungsmanko mit sich herumschleppte. Zum Finale sollte der
short stroke-Stoßstängler mehr Leistung haben, aber die Power reichte nur für Platz 4 hinter Christiansen, womit Hans-Jürgen Maier, der hier Sechster wurde, dank konstanten Punktens um ein Pünktchen noch die Top 3 der Jahreswertung erreichte – vor Schuler als Viertem.

Auf der Strecke, wie auch hier, hatte Schuler den Guzzi-Treiber im Griff, der sich ebenfalls noch dem Fünftplatzierten, Hans Schüpbach (CH) auf der Königswellen-Ducati geschlagen geben musste. Der gewann auch das Schweiz-interne Königswellen-Duell gegen Daniel Blanchard auf der Mico-900 SS: Blanchard lief als Siebter ein. Doch das war kein Spaziergang, denn Stephan Harms auf der Motomania 750 Sport
drückte kräftig von hinten und musste sich im Ziel nur um eine halbe Sekunde geschlagen geben. Ebenfalls 750er Ducati-befeuert, platzierte sich Rolf Hadeler auf seiner Moretti als Neunter, vor den beiden Guzzista „Öli“ Baumgarten auf der Bepono und Arend Hegeler auf der LMII, der eigentlich in die classicBEARS gehört hätte, in der aber für ihn kein Plätzchen mehr frei war.

Das Finale der ThunderBEARS brachte zugleich den letzten Lauf nach dem alten Reglement, in der 1988 als Baujahrsgrenze galt. Wie angekündigt, soll diese Grenze für die nächste Saison auf 1992 verschoben werden. Bauteile von Vierventilern sind zulässig, Vierventiler jedoch nur, wenn es um eine Nachrüstung eines vor 1978 verfügbaren Triebwerks
handelt. Damit fahren auch die Sechsgang-SS-Modelle, bisher in der SuperBEARS unterwegs, in der ThunderBEARS-Wertung. Bis max. 750 ccm ( z.B. Pantahs, British Bikes, BMW u.a.)wird, ab 5 Maschinen am Start, eine 750er-Sonderwertung ausgeschrieben. Im Fahrerlager wird dies noch diskutiert, Wortmeldungen sind aber noch immer willkommen, bis das endgültige Reglement zum 1.12. 2006 verabschiedet und veröffentlicht wird.