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Sieg für
Jan Jan Kampen,
Titel für Thomas Merz |
Das war das
internationalste Podium beim BIKEtoberfest: Nachdem Rennen der VintageBEARS
versammelten sich auf dem Balkon jeweils ein Fahrer aus den Niederlanden,
Deutschland und Großbritannien. Die erste Überraschung
hatte es aber bereits im Training gegeben: Die VintageBEARS, sonst
immer Anhängsel der classicBEARS, deklassierte diese diesmal
rein zahlenmäßig, und ihr schnellster Mann, Jan Jan Kampen,
ließ mit seiner Aermacchi mehr als die Hälfte der hubraumstärkeren
classicBEARS hinter sich.
Das Kunststückchen gelang ihm im Rennen erst recht: Als Siebter
im Gesamtklassement ließ er nur sechs |
Tausender vor
sich. Die VintageBEARS gewann er damit souverän, im Ansatz
folgen konnte ihm lediglich Thomas Merz mit seiner Seeley Matchless,
der somit als Sieger der drei bisherigen Rennläufe der Saison
ganz klar die Jahresgesamtwertung gewann. Aber was noch nicht feststand,
das war der zweite Platz. Wer würde es machen? Andreas Wagner-Wischhoff
mit der Pantah, Stefan Sieling, ebenfalls auf Pantah oder Daniel
Blanchard auf seinem 450er Single?
Ganz schlechte Karten hatte Stefan Sieling: Bereits im Donnerstag-Training
richtete er seinen Motor irreparabel. Hilfe kam erst in Sicht, als
ihm sein alter Motor zuhause wieder einfiel, der sich aber seit
zehn Jahren nicht mehr gedreht hatte. In einer Nacht- und Hast-Aktion
wurde der alte |
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Serientwin
von seinen Spinnweben befreit, neu gelagert und in Oschersleben
ins Bike verfrachtet. Den Qualm des Rennmotors hatte er damit noch
immer nicht, aber immerhin...
Erwartungsgemäß mußte er so seine direkte Konkurrenz
ziehen lassen, doch die hatte schon genug zu tun: Colin Dally mit
der Norton Manx fuhr sauber den dritten Treppchenplatz hinter Kampen
und Merz heraus, erst als Vierter lief Andreas Wagner Wischhoff
ein, der damit Tabellenplatz zwei klar machte. Unverhoffte Schützenhilfe
bekam er dabei von Cord Warneke auf seiner Velocette Venom und Jarno
Jonker auf der BMW R 50, die ihm den Rücken frei hielten und
die Plätze 6 und 7 einfuhren. Erst auf Platz 7 folgte Daniel
Blanchard, doch weil Sieling |
sich an seine
Fersen heftete und Rang 8 einfuhr, sicherte er sich Platz 3 in der
Gesamtwertung um einen Punkt vor Daniel Blanchard.
Immerhin gelang es den beiden Ducatista, der nachfolgenden britischen
Invasion Herr zu werden: Platz 9 belegte in seinem ersten Rennen
des Jahres Harald Spath auf seiner Seeley-BSA vor John Clarke auf
Seeley G 50, Jan Koning (NL) auf Seeley BSA und Troels Moellebaek
(DK) auf Triumph T100. Die British Bike-Allianz dominierte damit
auch das Mittelfeld – der italienischen Phalanx blieben nur
die Plätze ab 13, angeführt von Urs Graf auf Ducati 450,
Andreas Barkhoff auf Moto Guzzi V50 und Matthias Wolf auf SR 500,
der aber qua Reglement (keine Punkte in 06 für Japaner) seinen
letzten Punkt an Thomas Federli auf der 350er Ducati abtreten musste.
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