Bericht BIKEtoberfest 17.-20.9.2009 - Superbike Open



Das schnellste Feld des BIKEtoberfests: Die Superbike Open
Machnow holt Titel zum Abschied,
„Polli“ knackt die 1:30
Nico Machnow (Team Kunkel-Kawasaki) brachte nach fünf Podestplätzen in sechs Rennen beruhigende 20 Punkte Vorsprung mit in die Börde. Suzuki-Pilot-Peter Preussler (Team Motorrad Stein-Preussler), gut in die Saison gestartet, war beim letzten Lauf in der Lausitz gleich zweimal ohne Punkte geblieben. Startplatz acht half ihm bei der finalen Aufholjagd kaum, zumal Nico Machnow in der ersten Reihe logierte. Die Pole holte sich Haudegen Uwe Pollheide, der nur knapp über der 1.30er-Traummarke blieb. Rennen eins wurde zu einem wahren Krimi: Von Beginn an setzte sich eine Quintett aus Machnow, dem Dänen Jespersen (Team IBS Racing),
Ralf Schwickerath (Team RACE Projekt), Jan Christiansen und Uwe Pollheide an die Spitze, das bis zur Hälfte Rad an Rad die Runden drehte. Erste gegen Mitte der Distanz verloren Christiansen und Pollheide etwas den Kontakt zum Führungstrio, bei dem Machnow souveräne Führungsarbeit leistete. Gekonnt wehrte er die Schluss-Attacke des dänischen Honda-Piloten ab, der wiederum Ralf Schwickerath auf der BMW S 1000 RR in Schach halten mußte. Letztlich flog das Trio innerhalb von 0.8 Sekunden über die Ziellinie. Peter Preussler kam über Rang sieben nicht hinaus, woraufhin das Kunkel-Team am Samstag bereits den Titel von Nico Machnow feiern konnte. Lars Engel, Flemming J. Petersen und Martin Iver Pedersen bildeten die zweite dänische Formation des Feldes auf den Plätzen 8 bis 10, Thorsten Bammann,
Nico Machnow vom Team Kunkel Motorsport

Uwe Pollheide knackte sogar die 1:30-Marke. Gratulation!

Stefan Rambow, Robert Glück, Andreas Hänke sicherten  auf Platz 11 im Smörrebröd-Sandwich, Andreas Hänke und Mikchael Limmer holten sich in diesem starken Feld die weiteren Punkteränge.

Der Lauf am Sonntag brachte den erwarteten Krimi Teil zwei, wobei Jespersen das Ende „umschrieb“: Der Däne ging im letzten Umlauf entschlossen, aber fair an Machnow vorbei („…ich hatte einen kleinen Rutscher“) und siegte vor dem neuen Meister und Uwe Pollheide, der im Rennen doch noch die 1.30er Marke (1.29,902 min) knackte. Überhaupt, das Niveau: die ersten acht Platzierten fuhren alle tiefe 1.30er Zeiten, bitteschön! Überraschung bei der Siegerehrung: der 31-jährige, frischgebackene Superbike-B-Meister Nico Machnow hängt seinen Helm an den Nagel und verkündete:

„Wenn´s am Schönsten ist, soll man aufhören“! Schade drum, bei dieser Performance…Platz 5 ging an Steve Jacobs, der Chris Zaiser auf Rang 6 schickte, hinter diesem folgten im Sekundentakt Ralf Schwickerath und Peter Preussler. Stefan Rambow gelang es, die Dänen Phalanx zu durchbrechen und legte sich als Elfter in das Smörrebröd-Sandwich aus Lars Engel, Flemming J. Pedersen und Martin Iver Pedersen. Andreas Hänke ließ dahinter als 13. Thorsten Bammann und Michael Limmer hinter sich.


Steve Jacobs, Fünfter in Lauf 2

Dänen im Clinch: Lars Engel, Flemming J. Pedersen


 
Nico Machnow im Siegerinterview mit Thomas "the voice" Beyer

Top 8 der Superbike Open am Sonntag: ganz oben der Däne Jan Jespersen