Noch zwei Wochen vor dem Festival
lag sein Motorrad in Schutt und Asche, doch zum Festival stieg Ralf
Stelzer wie Phoenix aus der Asche: Mit der zwar technisch, aber optisch
nur notdürftig gerichteten Rehm-Race Serive-Aprilia ließ
er erneut der Konkurrenz keine wirkliche Chance und fuhr zwei Start-Ziel-Siege
nach Hause. Nach dem Ausscheiden von Michael Tränklein machte
Gerhard Wacker den Verfolgerjob am besten und belegte mit der neuen
Wacker-Honda SP-2 zweimal den zweiten Platz. Härteste Widersacher
dabei waren in Lauf 1 Martin Kratzer auf der Ilmberger-Carbon 999
S (Platz 3 in Lauf 1, 4. in Lauf 2) und Andreas Newiger, der in Lauf
2 vor Kratzer um Haaresbreite (2/100) den dritten Treppchenplatz ergatterte.
Um den Rang des zweitbesten Aprilia-Piloten bewarben sich Peter
Politiek und Karsten Bartschat. In Lauf 1 behielt der junge Niederländer
die Oberhand und holte Platz 4 vor Karsten Bartschat (Bike Shop Lüchow),
im zweiten Lauf kam er nach Crash nicht zum Zuge und überließ
Bartschat, der so seinen zweiten fünften Platz holte, die Aprilia-Vize-Leadership.
Nach dem glücklosen Benelli-Versuch fühlte Bodo Metz sich
wieder auf seiner vertrauten Ducati heimisch. Im ersten Lauf mußte
er sich nur von dem immer besser aufgelegten Jan Lüssen (Capuccino
Corse-998) auf Platz 6 beugen, doch dieser Platz gehörte ihm
im zweiten Lauf, nachdem er Ebenfalls-Heimkehrerer Berthold Gruhn
(11. in Lauf 1) um eine halbe Sekunde bezwungen hatte.
Das saarländische Duell zwischen Hagen Omlor (Ducati-Rheinhessen-998)
und Ralf Mittrach (Wacker-Honda SP-1) entschied in Lauf 1 der Ducati-Fahrer
für sich, doch Ralf Mittrach punktete, jeweils auf Platz 9 in
beiden Läufen - einmal vor, einmal hinter Christoph Dachselt
auf der Daxmax-Honda SP1.
Nicht so berauschend verlief das Wochenende für die Big Banger-Fraktion.
Jens Hofmann konnte mit Guzzilla das Rennen erst gar nicht aufnehmen,
und für Ralf Schwickerath ging es mit der brandneuen PackParts-BMW
ohnehin mehr ums Testen: Platz 12 und 13 sowie die Erkenntnis, dass
der Motor Punch hat, aber das Fahrwerk noch viel Abstimmungsbedarf,
waren die Bilanz. Rolf von der Weyden auf der de Hobbyist-BMW mußte
(und konnte) sich für seinen 17. Platz in Lauf 1 bei den classicBEARS
schadlos halten.
Der Fight im ThunderCup sah mit Werner Hausner (Moto Wenz-Ducati)
einen alten neuen Rivalen, doch der änderte auch nichts daran,
dass Dirk Scheffer auf der Bonner Buell XB 12 RS erneut zwei Siegerpokale
abräumte. Den in diesem Jahr angestammten zweiten Platz schaffte
Schädel nur in Lauf 1 vor Werner Hausner, im zweiten Lauf mußte
er diesem um eine halbe Sekunde den Vortritt lassen.
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