Atiba mit seiner Monster machte alle nass – Beekhuis strada-Sieger
Niederlande, Dänemark und Frankreich in „modi“-Top 5 – 888-Wobker 2. in der „strada“
Favorit auf den Titel „Rennen“ des Tages ist immer das Rennen der quattro valvole: Sven Christian Dihle startete von Pole, konnte ab er nach seinem Ausfall nicht mehr in den Spitzenkampf eingreifen.
Neben ihm Atiba Belgrave, Allan Oestli und Jens Hebisch.
Eigentlich hätte Atiba Belgrave mit seiner Vorführer-Monster S4 RS ja in der „strada“-Wertung fahren können, aber er suchte die Herausforderung, ließ sich weiter in der „modi“ führen und geigte dort fürchterlich genug auf. Kurz: Atiba gewann das Rennen, wie er das zuvor schon in der Vierventilklasse bei den Ducati Clubraces getan hatte und freute sich diebisch. Nur einer konnte das Spektakel aus nächster Nähe miterleben, und das war Jens Hebisch auf der Boxenstopp-Aprilia, der Zweiter wurde und mit zehn Sekunden Abstand das kämpferische Duo aus dem Dänen Allan Oestli auf Kämna 749 R und dem Motomanen Jörg Widderich (998) auf die Plätze 3 und 4 vier verwies. Dahinter holte Rudy Nunge als Fünfter den zweiten Pokal seines Lebens - den ersten hatte er eine Stunde zuvor bei den ThunderBEARS mitgenommen.

Atiba Belgrave gewann auf seiner Star Twin-Monster S4 RS wie in Assen das Vierventiler-Rennen.


Platz 6 holte, knapp vor Ingo Margelowsky auf 998 S, der Niederländer Raymond Wilhelm auf seiner 999-motorisierten 916. Mit fünf Sekunden Abstand lief Volker Lorenzen als Siebter auf der Motomania-Mille vor den beiden Ducs von Thomas Jung und Michael Barharn ein. Marco Zanin vom Team „Schnullerbacke“ musste sich bereits überrunden lassen, holte aber dennoch Platz 11 vor Theo Kerssens auf 916 SPS und „Doc Shosh“ Lang auf 998. Die Plätze 14 und 15 der modificazione-Wertung gingen an Detlef Köster auf 916 SP und Randy Gieske auf 999.
Allein Oestli (Startnummer 758, Motorrad 749 R) und Jodozent Widderich (806) lieferten sich einen packenden Kampf um Platz 3.

Auf seinem Weg zum Sieg in der strada-Wertung hatte Wolfgang Beekhuis mit seiner 998 einen routinierten Kämpfer im Nacken: Ralf Wobker blieb mit seiner 888 SPS in seinem Windschatten und belegte Platz 2. Zu kämpfen hatte auch Jürgen Schmidt auf seiner Team Paparazzi-916, der immerhin den strada-Vorjahressieger Michael Polenz auf RSV Mille auf Platz 4 verwiesen konnte. Peter Pfeuffer vom Team Moto Shop Klöpfel Weida sicherte sich Platz 5 vor Peter Kästner, der mit seiner RSV Mille als letzter der Überrundung entging.

Wolfgang Beehkuis gewann mit sener 998 die strada-Wertung der „quattro valvole“

Das gelang Ingo Möckel schon nicht mehr, der mit seiner 748 R auf Platz 8 vor Armin Schmidt auf 916 fuhr. Zu tun hatte aber auch der ganz ordentlich, denn um Platz 9 balgte sich mit ihm Benjamin Schuster bei seinem Renndebüt, der sich um weniger als eine Sekunde geschlagen geben musste. Der letzte Top Ten Platz ging an Christian van Stryk, vor Norbert Wanke auf designpreisverdächtiger Ducati ST 4.

Selten war das Podest so voll wie bei den quattro valvole. Von links: Jens Hebisch, Atiba Belgrave, Wolfgang Beekhuis, Jürgen Schmidt, Allan Oestli, Jörn Widderich, Peter Pfeuffer und, bewegt wie immer, Michael Polenz.