Pro Thunder-Doppelsieg für Siedenburg – Ollendorf Schnellster
Glück und Grigo direkt an Maltes Fersen – Zweiventiler-Sieg in der Division 2
Malte Siedenburg auf Titelkurs: Beide Pro Thunder Läufe gewann der Bremer auf seiner Bergel-Ducati 998. Aber es hätte auch anders kommen können: schnellster Mann im Feld war nämlich sein direkter Widersacher, Sven Ollendorf auf der Bike Shop Lüchow-Aprilia. Doch weil Sven im Trainings zunächst wegen Technik-Troubles, dann wegen Regens keine Zeit gefahren hatte, musste er aus der Boxengasse auf Aufholjagd gehen. Seine Bilanz dabei: 28 Thunderkollegen überholt, einmal Platz 7, einmal Platz 6 im Ziel.

Die Spitze der Pro Thunder donnert los: Malte Siedenburg feuert los, Roberrt Glück (54) versucht, auf die Innenbahn zuz kommen. 447: Thorsten Grigo, 494 der spätere Div. 2 Sieger Andi Bildl, mit der schwarzen 415 triplet Harry Evers los.

Derweilen hatte sich Siedenburg mit anderen Konkurrenten auseinanderzusetzen. Im ersten Lauf bekam er richtig Feuer von Robert Glück auf Boxenstopp-Aprilia, im zweiten von Thorsten Grigo, der da blendend in Form war und auch Glück auf Rang 3 verwies. Da musste Glück fast fünf Sekunden Abstand hinnehmen, konnte aber ebensoviel zeit seinem Teamkollegen jens hebisch aufbrummen, der somit zwei vierte Plätze kassieren konnte. Dahinter im ersten Lauf ein dichter Pulk aus Ducati Aprilia und Triumph. Den führte Sigurd Rapöhn an auf der Hadeler 999 an, der Sven Ollendorf, Harald Evers und Mario Wessel abwehren konnte. In Lauf 2 konnte er das allerdings nicht: Nach einem Startunfall musste er ins Krankenhaus, wo er auch noch eine Weile bleibt. Auf diesem Wege beste Genesungswünsche, Sigurd! Dadurch ergab sich in Lauf 2 nach Restart eine neue Konstellation, aber die beiden Traditionswidersacher in diesem Jahr, Harald Evers und Mario Wessel, fanden wieder zusammen. Diesmal hatte Mario die Ducati-Nase vor der Triumph-Nase, an der diesmal aber auch Sven Ollendorf nicht mehr vorbeikam.

Arne Sievertsen nach langer Pause frischer denn je: Hier zeigt er Frankie Schumacher und Frank Heyden das Heck seiner 998 FE.

Eine saubere Performance lieferte Uwe Krüger: je ein 8. und 9. Platz für den Beinahe-Renn-Neuling, aber immer vor den erfahreneren Wolfgang Reimer, Ulrich Geier und Ingo Margelowsky, durch die Bank auf Ducati der jüngeren Generationen. Auf älterem Material, einer Mille der ersten Generation und einer 916, pirschten sich Michael Polenz und Christian Hanschmann heran. Im ersten Lauf nahmen die beiden den Pro Thunder-Heimkehrer Arne Sievertsen auf 998 FE ins Sandwich der Plätze 13 und 15, in Lauf 2 schlug 916-Hanschmann Mille-Polenz im Fight um Platz 12. Dahinter hielt sich immer Klaus Müller auf der Speed-Triple, der aber nur im Lauf 2 Punkte mitnehmen konnte und Frank Heyden auf der 999 um fünf Sekunden voraus war.

In der Division 2 waren die Plätze klarer verteilt: Endlich siegte mit Andreas Bildl auf Duc 900 SS mal wieder ein Zweiventiler. Der Tester hielt in beiden Läufen Thomas Pehl auf der Ducati SH-748 R nieder, der beide Male vor Dirk Mothes auf 900 SS und Peter Ackermann auf der neuen BMW R1200 S einlief.

Damit hatte er die Boxerwarzen vor denen der Hofbräu-München 1100 S von Frank Blin, der Mit-Hamburger Burkhard Rogge und Schweiz-Neuzugang Ingo Möckel schlagen konnte. In Lauf 2 gab es die Revanche: Möckels 749 S lag im Ziel vor Rogges 748R.

 
Siegerehrung am Samstag, bevor Fuss- und Fireball über das Zelt hereinbrachen: Sven Ollendorf mit Jung-Ollendorf, Peter Ackermann, Robert Glück, Thomas Pehl versteckt, Sieger und Tabellenleader Malte Siedenburg, Torsten Grigo mit Klein-Grigo, Jens Hebisch mit Stürmer-Triko.