Reifengamble entschied streetFIRE – Warnke in Höchstform
Zwei Dänen siegten in der Divsion 1 – Ralf Berkau arbeitete sich vor
Ganz schön dezimiert traten die Viking Samurai (die streetFIRE-Kollegen der Thunder Vikings in den Thunder-Klassen) zu ihren Rennläufen an, und es kam nur noch ärger. Fleming Petersens Fireblade-Motor hatte sich bereits am Donnerstag selbst zerschlagen, und Division 2-Mann Lars Engel war von einer ungebremsten GSX-R ins Aus geschossen worden. Der Schaden konnte gerichtet werden, blieb aber sicht- und fühlbar. Nur ein Wikinger kam im ersten Rennen durch,
und das war Jan Christiansen. Er kontrollierte das Feld erhaben, doch die Konkurrenten erlaubten sich, aufzurücken. Mit Stefan Solterbeck und Ferdinand Schmarje blieben die beiden Schnellsten immer noch in Sichtweite und eroberten Rang 2 und 3. Doch dahinter zeigte sich Rolf Kasten mal wieder in Form und trieb seine ZX 10 R-Kawa auf Rang 4.
Vom vierten Startplatz aus kommt Ole Madsen als bester weg, und gut geschaltet hat auch André Quester. Dahinter: Stefan Solterbeck und Polesitter Jan Christiansen.

Stefans Merkens, erstmals mit einer K6 dabei, kam mit dem neuen Untersatz nicht so gut klar und musste ausnahmsweise die Spitze ziehen lassen, konnte mit Platz 5 sich aber gut der Attacken Manfred Vettermanns und Jörn Breedes erwehren, die miteinander zu stark beschäftigt waren, um weiter nach vorne zu kommen.

Das Honda-interne Duell um die Plätze 8 und 9 zwischen Hans-Werner Bischoff und Jens Dall entschied Bischoff für sich, Dall büßte 5 Sekunden ein, blieb aber noch deutlicher vor Silvio Hoeft, der die beste 750er ins Ziel brachte. Hans Furtwängler auf der Honda CBR 660 landete auf Platz 11, 12. im Ziel war Jürgen Albrecht auf Kawa ZX-10.

Schon in Front: Jan Christiansen, Sieger des ersten Laufes. Hinter ihm fighten Ole Madsen und André Quester, Stefan Merkens sucht Anschluss.

In der Division 2 feierte André Quester seinen traditionellen Oschersleben-Durchmarsch und siegte mit seiner Cup-R6 fast 20 Sekunden vor Andreas Warnke, der an diesem Wochenende viel Kampfeswillen zeigte und den zweiten R6-Cupper im Feld, Michael Zwick, auf Platz 3 schickte. Platz 4 ging an den 15jährigen Thorsten Hohmann auf R6, der seine Sache wirklich gut machte und Lars Engel (749 R), Ralf Berkau und Stefan Ströhlein auf die Plätze hinter sich verwies. Marco Dümpe kam nach seinem Renndebüt in der Lausitz schon etwas besser auf der Daytona 600 zurecht und liess Mathias Heicke auf GSX-R 600
um vier Sekunden hinter sich.

 
Saubererer Einstieg in die streetFIRE 2006: Das neue Öhlins-Federbein machte Stefan Solterbeck schon mal eine halbe Sekunde schneller, der Rest war dann Kopfsache.

In Lauf 2 galt: Wer wagt, gewinnt. Vom Fahrerlager aus schien die Strecke nach einem kurzen Guss nass zu sein, und die Zeit zum Reifenwechsel war trotz Verschiebung der Startzeit eher knapp. In der Folge verzichteten jede Menge streetFIREr darauf, zu feuern und blieben in der Box. Das sollte sich schon nach der Einführungsrunde als schlechteste Option erweisen - mit Regenreifen ´rauszufahren, als die zweitschlechteste. Denn schon am Hotel war es wieder trocken, und das bisschen Feuchtigkeit auf Start/Ziel war schon zu Rennhälfte abgetrocknet.

 
Hier geht´s um die Wurst in der Division 2: Youngster Ströhlein und Cup-Routinier Quester.

Ole Madsen machte reifenseitig diesmal alles richtig. Zum einen hatte er Slicks drauf, zum anderen auch Bridgestone. Das hatte er in Lauf 1, den er mit richtigen Reifen gewonnen hätte, nicht und war disqualifiziert worden. Jetzt aber hatte ihm keiner etwas entgegenzusetzen, Madsen gewann, denn Jan Christiansen rutschte auf Regenreifen nicht weiter als bis Rang 6 vor Rolf Kasten, dem es auch nicht besser erging. Um so besser kamen andere zurecht: Jörn Breede holte mit Platz 2 sein bestes streetFIRE-Ergebnis vor Hans Furtwängler auf seiner CBR 660. Auch Jürgen Christiansen taugten die Bedingungen besser: Er holte Platz 4 vor Jens Dall.

In der Division 2 witterte Andraes Warnke seine Chance : Er siegte, aber Thorsten Hohmann blieb nah dran und liess für Ralf Berkau (beide auf R6) nur Treppchenplatz 3. Stefan Ströhlein konnte sich über Platz 4 freuen, und Marco Dümpe hätte wohl auch nicht mit Platz 5 gerechnet. Wie gesagt: wer wagt, gewinnt.

 
Siegerehrung der Sportbike Open. Piet Schmidt ganz oben, hinter ihm Jan Christiansen. Als zweiter nimmt Leon Tijssen...