Italia Classic: Den Div.3 - Sieg vor lauter Klassik-Begeisterung verpennt
(TZ) Ein Erlebnis der besonderen Art, das es nur beim Festival Italia zu sehen und zu hören gibt, waren die Motorräder der ITALIA Classic. Auch wenn die artgerechte Bewegung der klassischen Technik im Vordergrund steht, müssen die gefahrenen Rundenzeiten und die Leistung der Fahrer als durchaus respektabel angesehen werden. Unvergesslich bleiben die akustischen Eindrücke, die die offenen Rennmegaphone hinterlassen und die liebevolle Pflege der Motorräder aus den frühen Jahren der italienischen Motorradrennsportgeschichte. Das MV Agusta Swiss Racing Team zeigte hiervon einige hervorragende Beispiele und vollen Einsatz auf der Rennstrecke. Für das Drama des Rennens sorgten unfreiwillig die beiden Spitzenreiter der Div. 3, Jörg Dreisörner und Olli Oltmanns auf ihren Köningswellen der Scuderia ACR. Den Fight für beendet haltend, rollten sie in der Boxengasse aus, während KöWe-Kollege Klaus Pfister sich das karierte Tuch und damit den Sieg vor Hans-Georg Krüger auf der Gilera Saturno und Pierre Müller (CH) auf der Benelli 500. Zu der war er ganz unerwartet gekommen, nachdem seine Ala d´Oro in den Streik
getreten war. Teamkollege Walter Öxler, ebenso von der schweizerischen MV-Abordnung, lieh sie ihm und zeigte so tollen Sports- und Teamgeist.
Die Div.2 lag derweilen fest in den Händen der Familie Lambert-Obermaier. Klemens war einmal mehr mit Abstand Schnellster de Feldes, aber auch Sandra hat sich perfekt auf die 450er Duc eingeschossen und fuhr einen Wimpernschlag vor Daniel Blanchard, ebenfalls Duc 450, durchs Ziel.
Einzylinder-Hecht im 900 SS-Teich: Clemens Lambert stellte den 500er Single zwischen Jörg Dreisörner, Olli Oltmannsund Klaus Pfister in Reihe 1 und fuhr haushoch die schnellste Rennrunde.
In der Division 1 nutzte Helmut Schoppa den Hubraumvorteil seiner ohv-Falcone zu einem klaren Sieg vor Robert Görbirng auf Rickmann Metisse und Thomas Federli auf der 350er Duc. Walter Öxler pilotierte die schnellste der schweizerischen MVs ins Ziel, Fünfter wurde Jürgen Krüger für den Molinari Moto Club.
Ducati gegen Aermacchi, Thomas Federli vor Robert Görbing.

Das MV Agusta Racing Team aus der Schweiz zeigte einen glänzenden Auftritt in der Box und im Rennen.