Bericht Festival ITALIA 11.-14. Juni- Sound of Thunder



Ring frei zur dritten Runde der Sound of Thunder! Aus der ersten Reihe greifen an: Harald Kitsch, Christian Zaiser, Julius Ilmberger und Titelverteidiger Ralph Schädel.
Ducati-Doppelsieg beim Festival-Donner
Hatten beim Saison-Auftakt in Assen noch die Niederländer dominiert, wollten die deutschen SoT-Piloten beim zweiten Event in Oschersleben die Schmach wieder ausbügeln. Harald Kitsch, in Assen noch bester Deutscher, stellte seine Braun-KTM RC 8 denn auch auf die Pole-Position. Mit dem Österreicher Christian Zaiser ( Be Faster-Ducati 848) mischte sich der internationale Kandidat in Startreihe eins. Julius Illmberger auf der Buell 1125 R und Ralph Schädel, der amtierende Meister (Hadeler-Ducati 998 RS), komplettierten die deutsche Speerspitze. Mit einem absoluten Blitzstart setzte sich Christian Zaiser an die Spitze und entschwand ohne große Gnade mit einer Rekordrunde nach der anderen. Kitsch versuchte zwar mit allen Mitteln,
dem Alpenländer zu folgen, doch gegen den und seine 848 war einfach kein Kraut gewachsen. So erklang bei der Siegerehrung erneut keine deutsche, sondern die österreichische National-Hymne. „Chris war heute eine Klasse für sich“, mußte Kitsch im Ziel als Zweiter neidlos eingestehen. Freudenjubel gab es hingegen beim Dritten, Julius Illmberger, der den amtierenden Meister Ralph Schädel geschickt in Schach gehalten hatte. Andreas Newiger (Claus Carstens Racing-Ducati 1098 R) und Onno Bitter (KTM RC 8R) lieferten sich in einem ansonsten eher platzbezogenen Rennen das Duell des Tages, das Ducati-Pilot Newiger mit zwei Zehnteln Vorsprung knapp für sich entschied. Super aufgelegt auch Holzland-Racing-Mann Thomas Link, der mit der leistungsmäßig unterlegenen 675er Daytona gegen die starken Zweizylinder mächtig angaste und toller Siebter wurde. In den letzten zwei Runden verdrängte er Haudegen Toni Heiler (Duc-am-Ring-Ducati 848) noch auf Position acht. Michael Tränklein (Ducati 996 R) und Berthold Gruhn jr. (Ducati 1098 S) komplettierten die Top-Ten.
Erstes Rennen, erste Kurve: Zaiser vor Newiger, Schädel und Onno Bitter

Packende Action auch auf den Rängen: Berthold Gruhn vor Michael Tränklein, Boris Deißler, Christoph Dachselt, Siggi Neubrand und Sebastian Basse.
Im Sonntags-Rennen absolvierte Julius Illmberger mit der Buell den Startsprint zu Kurve eins am besten. Doch Zaiser fackelte nicht lange, übernahm im zweiten Umlauf die Führung und machte sich erneut von dannen – nochmals eine Sekunde schneller als am Vortag. Harald Kitsch war auch diesmal ohne echte Konter-Chance, sicherte sich aber wiederum Platz zwei. Dahinter bereitete das Kampftrio aus Andreas Newiger, Ralph Schädel und Julius Illmberger den Zuschauer große Freude: Permanente Positionswechsel und tolle Windschatten-Duelle zeigten Motorsport vom Feinsten. Im Finale konnte Illmberger den Speed nicht mehr ganz mitgehen, Newiger rettete seinen Podestplatz mit einem Zwei Zehntel-Vorsprung ins Ziel. Hinter dem abermals Sechsten Onno Bitter auf der KTM freute sich Malte Siedenburg über Rang sieben - nicht nur, weil von
Startplatz 14 kommend, sondern auch, weil er das mächtig drückende Trio aus Bjarne Jensen (IBS-Ducati), Thomas Link (Holzland-Triumph) und Berthold Gruhn jr. (Ducati 1098) hinter sich halten konnte. Siggi Neubrand steuerte die prachtvolle KALEX AV-1 nach Platz 14 in Lauf eins diesmal auf Rang elf ins Ziel.

So wird die deutsche National-Hymne frühestens beim kommenden SoT-Event am Eurospeedway Lausitz (17.-19. Juli) zu hören sein – sofern nicht erneut ein Gaststarter aus dem Nachbarland den deutschen Jungs die Sieger-Party verhagelt. Harald Kitsch hingegen darf sich auch ohne SoT-Sieg erst einmal über die Führung in der Gesamt-Wertung freuen.

Siegerehrung des Sonntag-Laufs: Harald Kitsch, Christian Zaiser, Andreas Newiger, Ralph Schädel, Julius Ilmberger, Onno Bitter, Malte Siedenburg und Bjarne Jensen.

Ilmberger erwischte in Lauf zwei den besten Start, musste jedoch bald Zaiser vorbeilassen. Gejagt werden die beiden von Kitsch, Newiger und Schädel.
 

 


Locker vom Hocker: Christian Zaiser, Doppelsieger auf der befaster-848