Bericht Festival ITALIA  28.6.-1. Juli 2018



Starke MV-Präsenz beim Festival ITALA – generationsunabhängig. Volle Schönheitspunkte gabs für diese MV350.

MV beim Festival vorn bei den Schönsten und Schnellsten

Fast so schön wie in Misano war´s beim Festival ITALIA. Wettermäßig auf jeden Fall, und auch superbikemäßig ging´s ganz schön voran – wenn auch, wie von Art Motor gewohnt, mit dem Akzent auf weniger als vier Zylindern. Speed war aber nicht alles, Schönheit zählte ebenfalls. Beim "Bellissima Italiana" ging der stattlichste Pokal an MVF4-Flüsterer Norbert Wichotte, und von der wie neuen MV 350 stradale bis zur Ducati Monster Café Racer gab es eine beachtliche Reihe schöner Motorräder zu sehen.

 

In der Startaufstellung der schnellsten Motorräder, nämlich der aus ProThunder Open und Dutch Ducati Challenge, wurde zwar überwiegend italienisch gefahren, aber zu weiten Teilen niederländisch gesprochen. Mit dabei in der Pro Thunder Open war auch Peter Politiek, der schon zu Zeiten der Sound of Thunder in der Spitze mitmischte – damals auf Aprilia Mille. Nun fährt er eine RSV4, und mit der reihte er sich erneut ganz vorne ein. In Lauf 1 profitierte vom Abbruch nach 8 Runden und kassierte trotz Motordefekts Platz 2, in Lauf 2 gewann er mit der zur Reserve mitgebrachten Ducati 1098 sogar vor Sascha Roth und Lukas Gauster (beide RSV4).

Roth gewann so immerhin Lauf 1 vor Peter, Lukas Gauster, Philipp Messer (KTM) und dem Geburtstagskind und Gaststarter Jörn Widderich.


Donnergrollen der ProThunder, SuperTwins und SuperTriples: In Führung liegt SuperTwins-Fahrer Roger Bäntli.


Widersacher um P 3 in der ProThunder: Frankie Schumacher und Tommy Hofmann, beide 899.

Schnellster KTM-Knappe war einmal mehr Henning Schipper mit der kleinen SuperDuke – in Lauf 2 holt er sogar Platz 4 vor Axel Knof auf der Großen und Robert Kröhnke auf der neuen V4-Pani. Der ließ in beiden Läufen Uwe Lutz (SD 1290) und Felix Teschen (RSV4) hinter sich, zunächst in dieser Reihenfolge, doch in Lauf 2 drehte Teschen den Spieß um.

In der Pro´Thunder trumpfte schon ein paarmal eine MV800 fett auf - sei es im Rennen, sei es in der Meisterschaft, in der Sascha Roth 2017 seine MV zum Titel führte. Beim Festival ITALIA 2018  sorgten gleich zwei 800er Triples by MV Augusta für Furore. Thomas Krull heizte im beiden Läufen Leader Passberger ordentlich ein und holte zweimal P2, und Roman Wotocek mit der Desmorosso-F800 setzte sich in beiden Läufen an die Spitze des Mittelfeldes. Die beiden 899-Kollegen Tommy Hofmann und Frank Schumacher beharkten sich jeweils um Platz 3 – und jeder trug einen davon.

In der Meisterschaft eroberte Hofmann jedoch den zweiten Rang hinter Dominator Passberger auf seiner WEKA-Duc vor dem schnellsten Mille- Man Gerd Karch. Werner Fehring, Detlev Horst und Lars Marholt belegten jeweils die Plätze 6, 7 und 8, und in die Top Ten schafften es auch Sven Klinge, Stefan Fischer und Fritz Krönig jeweils einmal.

MV-Hammertime auch bei den SuperTriples: Motorrad Scheunpflug hatte nach Maurice Evans´ Umzug nach Hawaii diesmal Manou Antweiler – extra zum Festival - auf die F3 gesetzt. Und der Frohburg-Sieger und IDM-Aspirant siegte sehr souverän in Lauf 1 vor Christian Bolle und dem immer stärker werdenden Torsten Bosau. Doch im Sonntags-Warm Up verschied das Wunder aus Gallarate, Lokalmatador Bolle gewann Lauf 2 um 10sec vor Kay Liedtke, der im ersten Lauf zusammen mit Bosau dicht an Bolle war, doch am Ende nur P4 einheimste.


Die Sonntagssieger der Pro Thunder: Thomas Krull, Hans Paßberger, Frank Schumacher, Tommy Hofmann, Roman Wotocek


PowerPlay der ProThunder Open: Sascha Roth führt, um Platz 2 kämpfen Lukas Gauster und Peter Politiek. Dem Top-Trio auf den Fersen: DDC-Sieger Joost van Thiel und Allan Östli Jörgensen.


Bester streetie-Pilot war einmal mehr Markus Soboth, der in Lauf 1 Christian Carl vorlassen musste, sich jedoch in Lauf 2 revanchieren konnte. Jochen Holstein verbesserte sich gegenüber Lauf 1 am Sonntag auf P6 vor Andreas Sailer und Michael Becker, der seinen Sonntag dem gestürzten Peter Klotz schenkte – danke für Dein Bemühen, Michael!

Erbarmen – die Schweizer kommen! So oder so ähnlich hätte das Motto der SuperTwins beim Festival lauten können, dank der Herren Bäntli und Schupbach. Egli-Ducati-Stammpilot Roger Bäntli fuhr mit der 2V-Ducati mit der Spitze der Pro Thunder um die Wette und holte ganz nebenbei den SuperTwins-Sieg um satte 46sec vor Hans Schüpbach auf der KR 2V-Duc, und mit seinem zweiten Sieg in Lauf 2 - eine Minute vor Frank Claussner auf der WEKA-Duc – beeindruckten er und seine Egli sogar noch mehr.

In Bedrängnis geriet das Schweizer Doppel nur durch dem amtierenden SuperTwins Master Frankie  Claussner, der in Lauf 1 gaaanz dicht dran war an Schüpbach – nur 0,014sec fehlten zu Platz zwei. Vierter hinter Claussner wurde Christoph Dachselt. Begünstigt durch „Hausis“ Startverzicht in Lauf 2 und Guzzillas Grippe (Daytona blieb beiden Rennen fern) ging Platz 3 an Daxmax, Mario Bruns holte P 4, und Armin Schmitt war happy, gleich zweimal mit Sleipnir mal wieder das Ziel gesehen zu haben.

Für einen turbulenten Sonntag sorgten die SuperClassiX am Sonntag. Lauf 1 wurde nach einem Sturz gleich mehrerer Fahrer abgebrochen, nachdem Andreas Warnke in der Hasseröder gestürzt war und seine R1 Öl auf dem Asphalt verloren hatte. 3 Fahrer crashten darauf, was einen Ambulanzeinsatz und eine Stunde Pause nach sich zog. Gute Besserung den Verunfallten!


Die Top 8 der ProThunder Open nach dem Samstagsrennen – nur der Zweitplatzierte Peter Politiek fehlt. Der wusste nichts von seinem Glück.


Die schnellsten streeties bei den SuperTriples: Markus Soboth und Christan Carl


Turbulent war schon der Start gewesen: Guido Wemhöners K4 zuckte zu früh, die Penalty warf ihn zurück auf Rang 3 hinter Warnke und Solterbeck auf der neuen alten K3.

Die TT F1 gewannen Peter Klotz und Wilk Schmidt (beide RSV Mille), die F2 Gero Basting (R6) vor Jens Kindermann (ZX 6R) und Peter Westermajer (748). Das sah in der F2 in Lauf 2 genauso aus, doch aufs Treppchen der TTF1 durften diesmal Sieger Wilk Schmidt, Hilmar Kuhnt (TRX 850) und Andreas Redlin (996). Kuhnt ist somit verantwortlich für ein doppeltes Novum: Nicht nur ist er der erste TRX-Racer in der Klasse, sondern zur Halbzeit mit seiner Trixie auch Tabellenleader in der TTF1.

 


In der TT Open setzte es einen Dreifachsieg für die GSX-R-Gang: mit Leader Wemhöner vor Solterbeck und Mario Steffen. Beste Nicht-GSX-R war in Lauf 1 die Fireblade von Heinz Cordes, in Lauf 2 die R1 von Ralf Meyer. Hermann Kellner hielt allein die Kawa-Flagge hoch, kam aber das ganze Wochenene nie so recht auf Zeiten. Ted Hanappel auf der Moto Guzzi war konkurrenzlos in der TT Aircooled, hielt sich aber wacker im Windschatten der TT F2.


Sekt für MV-Manou, flankiert von Thorsten Bosau und Kay Liedtte. Sonntag streikte die MV – da gab´s nur Selters.


Zwei starke Gaststarter: Roger Bäntli auf der Egli-Ducati, Manou Antweiler auf der Scheunpflug-MV


 


 


Stefan Solterbeck fühlte sich gleich wohl auf der alten Gixxer, führte eingangs und holte zweimal Platz 2 in der SuperclassiX Open.


Die F2-Sieger nach Lauf 2: Johnny Wagner Rasmussen, Jens Kindermann, Sieger Gero Basting, Peter Westermajer, Ingo Möckel, Simon Schnaars

 

Ergebnisse

  ProTOpen/DDC ProT/SuperTriples/Twins SuperClassiX/ACC
Lauf 1 race result race result race result
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Lauf 2 race result race result race result
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Punkte ProThunder SuperTriples TT SuperclassiX
  ProThunder Open SuperTwins Aircooled Cup