Ein kurzes Vergnügen war der erste Lauf zur Pro Thunder. Als nach fünf Runden wegen Sturz und einsetzenden Regens die rote Flagge gezeigt wurde, tobte gerade ein fulminanter Fight an der Spitze. Tabellenleader Malte Siedenburg beharkte sich da mit den beiden Aprilia-Kämpen Jens Hebisch und Sven Ollendorf. Die beiden waren gerade an Malte vorbeigezogen, so dass Ollendorf volle Punkte einheimsen konnte und Jens Hebisch die für Platz 2. Malte war damit nur Dritter.

Dichtauf folgte dem Pulk Frank Behrje auf der wieder gesunden Bergel-Ducati 998, doch wegen eines Frühstarts verpasste ihm die Rennleitung 20 Strafsekunden, was immerhin noch für Platz 6 reichte. Auf der Strecke hatte er somit Ralf Wobker auf der 749 R von Ducati Melle und Uwe Krüger auf der Bike Shop-Lüchow RSV Mille geschlagen, doch wegen der Penalty ernteten die beiden die Ränge 4 und 5 vor Behrje.

Ganz in seinem Element war Klaus Müller auf der T5net team orange-Triumph Speed Triple. Mit starker Fahrt holte er sich Platz 7 – ganz locker vor Frank Heyden auf der floor-tec-Ducati 999 und Dirk Wortmann, der zur Abwechslung mal die R6 stehengelassen hatte und mit seiner Mille ausrückte. Bester Däne im Feld: Flemming Wangenheim auf der Ducati 999, der die beiden Kampfhähne Michael Lutz auf der Bike Shop-Mille und Axel Adickes auf der Bergel-998 sicher im Griff hatte.

Um die letzten drei Punkteplätze bewarben sich die Treiber der etwas betagteren Bikes: Jörg Dreisörner auf der 888 schaffte es einen Lidschlag vor Michael Sohns auf der Triumph T595 auf Platz 13, Sohns wurde 14. vor Rainer Stäbe auf der 851, der mit neuer Batterie, aber den letzten Zündfunken unterwegs war.

Lothar Wegner auf der TL1000 belegte den undankbaren 16 Platz, konnte aber knapp Axel Doormann auf der McFair-Mille und Heiner Rosenau auf 999 hinter sich lassen.

In der Division 2 wandelte Andreas Bildl mit seiner betagten, aber fitten 900 SS alle Test- und Supersport-IDM-Erfahrung in Speed pur um und holte den Sieg mit 20 Sekunden Vorsprung vor Dirk Mothes auf 900 SS i.e. und Peter Westermajer mit der 900 SS vom Planungsgruppe 91-Racing Team. Platz 4 und 5 ging an das Schiwi-Elektronik-Racing Team mit Claus Rasch und Jan Schischkoff auf 888 2V.

Lauf 2 gab zwar ein da capo der Top Three, wobei Bildl sich diesmal mit 10 Sekunden Vorsprung beschied, doch in der Division 1 wurden die Karten komplett neu gemischt. Torsten Grigo hatte nach seinem Abflug in der ersten Runde des 1. Laufes gehörig Wut im Bauch und sich fest vorgenommen, in der Spitzengruppe mitzumischen. Das gelang ihm auch perfekt. Zwar musste er seinen Bergel-Teamkollegen Malte Siedenburg zum einem ungefährdeten Sieg ziehen lassen, doch nach zehn Runden hatte er die 999-Schnauze als Zweiter im Ziel vor Jens Hebisch als Drittem. Bestens lief es für Frank Heyden, der mit Platz 4 das beste Saisonergebnis bisher erzielte und sogar Zwischendurch-Ausflügler Sven Ollendorf auf 5 verweisen konnte.

In dessen Schlepptau lief Uwe Krüger auf Platz 6, der Flemming Wangenheim locker im Griff hatte, dem aber Klaus Müller eine harte Zeit und nur eine Sekunde Vorsprung gab. Michael Lutz schaffte es auf Rang 9, mit der Spitze in einer Runde zu bleiben, während Axel Doormann als Zehnter schon eine Runde aufgedrückt bekam, aber seinerseits Michael Sohns gaaaanz knapp in Schach halten konnte. Lothar Wegner sicherte sich noch die Punkte für Platz 12.

 


Start zum 1. Lauf: Polesitter Torsten Grigo, Malte Siedenburg, Sven Ollendorf, Frank Behrje.
Die Schleizer „Corkscrew“ ist der Buchhübel. Hier fliegen Malte Siedenburg und Sven Ollendorf als Erste darüber.
Klaus Müller holte mit der Speed Triple das beste Triumph-Ergebnis des Wochenendes.
Axel Doormann verteidigt sich hier gegen Peter Westermajer.
Die Sieger der Pro Thunder nach dem zweiten Rennen: Frank Heyden, Dirk Mothes, Thorsten Grigo, Malte Siedenburg, Andreas Bildl, Jens Hebisch, Peter Westermajer, Sven Ollendorf