Bericht Schleiz 2.-4. Mai - PRO THUNDER



Imposantes Feld: Die Pro Thunder stellt sich zum Start auf
HP2 auf Anhieb mit dabei

So etabliert die Pro Thunder auch sein mag, so ist sie doch noch immer gut genug für neue Entwicklungen. Am deutlichsten dabei war beim Schleiz-Auftakt der Boom in der Pro Thunder 2, die nach einem Durchhänger im letzten Jahr ein Drittel des unverändert randvollen Feldes ausmachte. Die Pro Thunder 1 hingegen bekam noch mehr Pepp als im Vorjahr durch die Neuzugänge von Dirk Schmaus´ BMW HP 2 auf der einen, und diverse Triumph 675-Doppelstarter aus der Supersport auf der anderen Seite, die ihr Leistungsmanko durch Minimalgewicht ausgleichen. Überdies haben sich die Ducati-Reihen über den Winter mit neuen Kämpen geschlossen, und auch eine Superduke mischte sich ein.

Dennoch begann die Saison wie die letzte: Mit einem Technikdefekt an der Boxenstopp-RSV-Mille von Titelverteidiger Andreas BildI: Getriebeschaden noch in der ersten Runde. Zwei BMW, die von Bernd Papilion und von Dirk Schmaus, führten also das Feld zunächst an, doch nach drei Runden war Schmaus allein auf weiter Flur und Bernd Papilion nach einem Abflug im Aus. Das machte den Weg frei für Ralf Mittrach auf 998 S, der abgeschlagen das Ziel als Zweiter sah. Hinter ihm bereits Marco Dümpe als Schnellster der Daytona 675-Doppelstarter vor dem schnellen Aprilia-Doppel von Volker Lorenzen und Hartwig Kruse. Heiko Eichhorn und Jörn Widderich waren das nächste Duo – allerdings auf Ducati und den Plätzen 6 und 7 vor Harald Evers auf Daytona 675, Frank Schmumacher und Andre Limbach. Das Rennen um Platz elf gewann Aprilia-Kämpe Michael Lutz knapp vor


BMW-interne Rückendeckung und Konkurrenz zugleich erhält heuer Bernd Papilion von Dirk Schamus auf der HP 2.

Michael Bendig auf Ducati. Ein flotter Dreierpulk komplettierte die Punkteränge mit Jens Arbogast und Armin Schmidt auf Ducati vor Sascha Roth auf Aprilia RSV Mille. Richtig Bewegung ist heuer in der Pro Thunder 2 aufgekommen, und die größte Welle schob dabei Frank Behrje auf seinem Bergel 2-Ventilprojekt.


Mit repariertem Getriebe hatten Andi Bildl und seine Mille in Lauf 2 die Sache im Griff

Nach immer mehr und immer teureren Motorschäden an seinem Vierventiler implantierte er kurz und bündig ein 2 V-Herz und war selbst überrascht, wie gut das Gerät ging. Platz 4 im Pro Thunder-Gesamtklassement dokumentiert die Granaten-Eigenschaften noch deutlicher als der Vorsprung auf den Zweitplatzierten, Dirk Mothes auf Ducati 748. Dranbleiben konnte nur Frank Claussner auf seiner 900 SS, Platz 4 belegte Uwe Krüger, ebenfalls ein PT1- Umsteiger, mit seiner 1000 SS vor Thomas Rieker als bestem Boxertreiber. Der gab so Peter Ackermann auf der Packparts-1200 S das Nachsehen, der sich hinter Peter Westermajers 888/900 SS als Siebter einreihte. Pro Thunder-Rookie Bernd Zwanzig schaffte es mit seiner 749 als Achter, in derselben Runde zu bleiben und ein ganzes Bündel Zweiventiler hinter sich zu lassen: Claus Rasch, Werner Häring, Lothar Wegner, Jan Schischkoff und Peter Meyer. Erst auf Platz 14 findet sich mit Burkhard Rogge

noch eine 749S. Im zweiten Lauf der Pro Thunder 2 schlugen die üblichen Verdächtigen des ersten Laufes erneut in gehabter Sortierung zu: Behrje vor Mothes, Claussner, Krüger, Rieker, Ackermann und Westermajer auf den Plätzen 1 bis 7. Dahinter reihte sich ein glücklicher Stanislav Kloucek auf BMW-Boxer ein, der im ersten Lauf in Erwartung eines Motorschadens ausgerollt war, bis er merkte, dass er nur an den Killschalter gekommen war. Glücklich war auch Lothar Wegner, der diesmal Werrner Häring niederhalten konnte, und Jan Schischkoff, der anders als Teamkollege Claus Rasch, der ausfiel, das Ziel als 11 sah. Dank Raschs Ausfall rückte Peter Meyer auf Position 12 vor, vor Burhard Rogge und Florian Kaste.
Das zweite Rennen der Pro Thunder 1 zeigte diesmal eine komplette, jedoch nicht ganz intakte Spitze. Bildls RSV Mille ließ sich wieder schalten, und Andreas düpierte die


Siegerehrung der Pro Thunder 1 am Sonntag: Dirk Schmaus, Andreas Bildl, Bernd Papilion, Ralf Mittrach, Hartwig Kruse, Heiko Eichhorn, Marco Dumpe, Jorn Widderich, Volker Lorenzen, Harry Evers

Die Top 3 der Pro Thunder 2: Doppelsieger Frank Behrje, links Dirk Mothes, rechts Frank Claussner

Konkurrenz mit fast 30 Sekunden Vorsprung. Bernd Papilions BMW litt unter Aussetzern, so dass Dirk Schmaus Platz 2 belegte und Papilion auf 3 einlief, dicht bedrängt von Ralf Mittrachs Duc 998. Hartwig Kruse und Heiko Eichhorn sicherten sich wie bereits zuvor die Plätze 5 und 6. Marco Dümpe auf der Triumph kam jedoch nicht so weit nach vorn wie in Lauf 1 und holte Platz 7 vor Jörn Widderich, Volker Lorenzen und Harry Evers.