Superbike Birthday, Oschersleben 25.-28. Juni - SUPERBIKE OPEN


In der ersten Reihe Machnow, Weihe, Schwickerath und Preussler
Dickes Punkte-Plus für Preussler – Twins ohne Chance

Bereits das Training hatte es in sich: Die ersten sieben (!) Piloten befanden sich innerhalb einer halben Sekunde - eine Leistungsdichte wie in der Superbike-WM! Nico Machnow (Team Kunkel) stellte seine Kawasaki ZX-10 auf Pole, neben ihm in Reihe eins rangierten der IDM-Pilot Mark Weihe, Ralf Schwickerath (Team RACE Project) und Peter Preussler (Team Motorrad Stein-Preussler). Dahinter und nur einen Wimpernschlag langsamer die Kollegen Uwe Pollheide (Team Dannhoff), Jan Christiansen (Team KJ motorcykler), Steve Jacobs (Team HMC) und – als bester Zweizylinder – KTM-Treiber Harald Kitsch (Team Braun). Letzterer

hatte in Schleiz noch einen Lauf gewonnen. Nach dem Start setzte sich ein fröhlich wechselndes Sextett aus den genannten Herren ab, an der Spitze taten dies derweil Mark Weihe und Ralf Schwickerath. Der Däne Christiansen verabschiedete sich nach zwei Dritteln aus der Gruppe mit einem Sturz, während sich Mark Weihe gegen Ende etwas vom Rest freifahren konnte. Peter Preussler lauerte auf den richtigen Moment und stieß im Finale geschickt von Platz vier auf zwei vor – und überraschte damit den BMW-Piloten Ralf Schwickerath, der sich bereits in der zwei Runde eine Hammerzeit von 1.30.211 für die schnellste Runde gutschreiben ließ. Pole-Setter Nico Machnow verpasste als Vierter nur knapp das Podium, Steve Jacobs wurde Fünfter. Harald-Kitsch schnappte Uwe Pollheide auf den letzten Metern noch den sechsten Rang vor der Nase


So sieht das aus, wenn die Top 5 1:30er Zeiten in die Börde brennen: Weihe, Schwickerath, Machnow, Preussler

Nico Machnow wärmte sich mit einem 4. Rang am Samstag auf und holte am Sonntag dann den Sieg.

weg. Ralph Schädel, amtierender SoT-Champion, kam mit seiner Ducati 998 RS (Team Hadeler) als zweitbester Twin auf Rang elf.
Mit Mark Weihe verzichtete ein Sieg-Aspirant auf den Start am Sonntag. Ralf Schwickerath brachte sich mit einem Frühstart um seine Chancen, schmetterte seine gelbe BMW S 1000 RR aber ohnehin eine Runde vor Ende (mit möglicher Zeitstrafe) ins Kiesbett.
Nico Machnow ließ sich von alldem nicht beirren und legte einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg aufs Oscherslebener Parkett. Mit einem besseren Start von Jan Christiansen wäre die Fahrt weniger leicht geworden: Der Däne versemmelte das Losfahren und musste sich mühevoll durchs Feld arbeiten - Lohn der Mühe war Platz zwei vor Peter Preussler („ein gutes Wochenende mit reichlich Punkten“) und Uwe Pollheide. Die knappste Entscheidung des

Rennens fiel zwischen Steve Jacobs und Lars Engel um Rang fünf: Jacobs hatte um acht Tausendstel (!) das Rad vorn. Vier weitere Zehntel dahinter Harald Kitsch, der auf dem 3,696 km langen Bördekurs mit seiner KTM RC 8R nie wirklich ins Geschehen eingreifen konnte. Premiere auch für den ersten Renn-Einsatz einer Aprilia-V4 auf deutschem Boden: Hans-Werner Bischoff brachte die gerade erst eingefahrene, völlig serienmäßige 1000er Aprilia auf Rang 18 ins Ziel. Nächster Lauf zum DMSB-Sportbike-Pokal ist am 17.-19. Juli am Eurospeedway Lausitz.


Michael Limmer war flott auf der R 1, aber Lars Engel komnnte er nicht halten - der holte Platz 8 und 6.

Ralf Schwickerath mit der BMW mischte immer an der Spitze mit, sah
jedoch nur in Lauf 3 das Ziel.

 

 


Willkommen im Ziel: Peter Preussler, Ralf Schwickerath

Die Sieger von Lauf 3 - und Peter Rubatto /(rechts), der mit Thomas
Beyer die Siegerehrung vornahm

 

 


Schwickerath, Machnow, Pollheide und Harald Kitsch, der diesmal gar nicht in Siegesnähe kam

Die Top 8 der Superbike Open am Sonntag: Jan Christiansen, Nico Machnow, Peter Preussler, Steve Jacobs, Lars Engel, Flemming Petersen und Uwe Pollheide