Bericht Lauf 1, Lauf 2, Schleiz 8.-10. Mai - PRO THUNDER


Toni Heiler (Moto Morini) und Philipp Messer (Ducati o996 SPS dominierten die Pro Thunder)
Toni Heiler schreibt Moto Morini-Geschichte

Sensation bei den Donner-Vögeln: Haudegen Toni Heiler, mittlerweile schlanke 50 Jahre jung, stellt die fast 200 Kilogramm Duc Dickel-Moto Morini 1200 mit gerade einmal 132 PS Motorleistung auf die Pole Position – mit über zwei Sekunden Vorsprung. Aber zum einen hat Heiler auf dem Schleizer Dreieck schon Runden gedreht, als andere noch an der Milchflasche hingen, zum anderen mobilisiert das rechte Handgelenk des erfahrenen Kölners stets diverse Extra-Zehntel. Philipp Messer mit der First Attack-Ducati 996 SPS , Michael Bundy“ Roth auf der Schittko-Superduke und Frank Behrje mit der Bergel-Aprilia Factory komplettieren die erste Startreihe. Nach dem Start

setzt sich Heiler sofort vor Duc-Treiber Messer an die Spitze und entschwindet. Dahinter verliert KTM-Pilot Roth zwei Plätze an Behrje und den schnellsten PRO Bears-Protagonisten, Christoph Hellmich auf der Cup-Triumph Street Triple. Heiler dreht derweil ungefährdet seine Runden, reduziert ein wenig das Tempo („ich hatte beim Überrunden einen Rutscher, bin danach etwas vorsichtiger geworden“) und beschert einer Moto Morini den (sehr wahrscheinlich) ersten Sieg bei einem Rundstrecken-Rennen! KTM-Pilot Roth, der seit einem schweren Sturz vor zwei Jahren die Bremse am linken (!) Lenkerende montiert hat, überlistet in der vorletzten Runde den Aprilianer Behrje und besteigt damit den letzten Platz auf dem Treppchen. Ulrich Geier auf der Ceepeedee-Racing Ducati 848 wird guter Fünfter,
Jörn Widderich (Motomania Ducati 998) verliert in der


Stefan Crantz und Armin Schmidt auf Verfolgungsjagd

letzten Runden seinen siebten Platz durch einen ungewollten Ausflug in die herrlichen Rapsfeld-Landschaft. Die knappste Entscheidung des Rennens fällt um Rang neun, wo André Limbach (Limbi Ducati 999) den Marken-


Sieger Heiler, Tuner Dickel

Kollegen Frank Heyden (Duc 848) um sieben Hunderstel schlagen kann. Im zweiten Lauf am Sonntag kann Philipp Messer Dominator Heiler etliche Runden lang unter Druck setzen. Er übernimmt Mitte des Rennens sogar kurz die Führung, auf der Gerade hat seine 996 SPS einfach die Portion Extra-Punch. Doch Heiler kontert mit seinem italienischen Design-Eisen immer wieder in den Kurven- und Bremspassagen, dreht am Ende noch mal richtig auf: zweiter Sieg für eine Moto Morini. Der Duc Dickel-Mannschaft stehen die Freudentränen in den Augen! Frank Behrje wird (in Abwesenheit des nicht gestarteten Michael Roth) unbedrängter Dritter, dahinter liefern sich Michael Polenz (KTM), Frank Schumacher (Ducati 999) und Volker Lorenz (Aprilia RSV Mille) einen herzerfrischenden Fight um die Ränge fünf bis sieben. Auch das Ducati-Duo André Limbach und Armin Schmidt haben viel Spaß beim Duell mit BMW-Boxer-Dompteur Thomas Rieker, die innerhalb von einer Sekunden das Ziel kreuzen. In der Tabelle liegt Heiler nach dem Auftakt in Front. Mann darf also gespannt sein, ob der schnelle Kölner mit seiner donnernden 1200er auf anderen Strecken die rote Verkleidung vorn haben wird.

 


Die Sieger der Pro Thunder, Lauf 2