Bericht Classic Summerclassix Schleiz 15.-16. August


ClassicBEARS in Schleiz: Paßbergers Lightweight-Sieg
Holger Aue gewinnt ThunderBEARS, HP Mews VintageBEARS
Da bebte der Buchhübel: Mit einem vollen Feld donnerten am vergangenen Wochenende in flirrender Hitze die BEARS-Klassen zu ihrer dritten Runde. Uneinholbar gewann Holger Aue auf seiner Motomania Guzzi das Rennen und die ThunderBEARS, bei den vintageBEARS sicherte sich HP Mews die volle Punktzahl und bei den classicBEARS bügelte Hans Paßberger alle mit seiner 750 SS, obwohl er im Training nur ein paar Runden weit kam und im Rennen mit dem frisch einoperierten 500er-Reservemotor antreten musste. Dessen spärliche Power und der schlanke 110er Hinterradreifen reichten dem Bayern jedoch, nach 6 Runden an Tabellenleader Ralf Olbrich auf der TR 1 vorbeizugehen und diesen auf Platz zwei zu verweisen. Damit nicht genug der Überraschungen: Auf Platz 3 und vier liefen Thomas Peters (Moto Guzzi) und Manfred Sieg (BMW) auf ihren besten bisherigen Platzierungen ein. Dahinter schon die beste Königswelle mit Olli Oltmanns im blau-silbernen Rundhöcker. Jörg Dreisörner war mit seiner Königswelle zwar im Training schneller, musste Oltmanns aber schon in Runde zwei vorbei- und in der letzten Runde auch noch Andreas Baumgarten den Vortritt lassen, als sein Motor unerfreuliche Geräusche von sich gab. Zwei Plätze hinter Baumgarten platzierte sich dessen Guzzi, allerdings unter Patrick Gleim. Weil dessen Motor ölte, rückte Baumgarten auf der
gelben Wobker-Guzzi aus und trat seinen V2 an Gleim ab. Platz 9 holte sich Werner Kaiser auf seiner WEKA-TTF1 vor Hartmut Fiedler auf TR1 und dem Guzzi-Doppel von Arend Hegeler und Jürgen Wulfert. Der Däne Per Bay Christensen auf seiner NCR 900 SS, Frank Blättner auf Guzzi und Rainer Seidel auf TR 1 nahmen die verbleibenden Punkte mit.
Hans Passberger

HP Mews
Bei den vintageBEARS entschied wie schon beim ersten Schleiz-Lauf HP Mews auf seiner Pantah das Rennen für sich, dsoch er und sein Verfolger Daniel Blanchard auf Ducati-Einzylinder fanden im IHRO-erfahrenen Bernd Pöllmann auf Aermacchi 500 einen harten Widersacher. Der Fight zwischen den dreien fand auf hohem Niveau statt, und am Ende holte Pöllmann Platz 2 vor Blanchard. Thomas Merz, VintageBEARS-Sieger 2006, hätte noch prima auf dieses Handtuch gepasst, doch seine G 50 lief vom Start weg nicht ordentlich, Merz gab nach 5 Runden auf. So belegte Jeroen de Jager auf Ducati 350 Platz 4 vor XS 400-Treiber Thomas Fischer.
Einmal mehr war die ThunderBEARS klares Holger Aue-Land. Im Training hatte Holger der Konkurrenz satte 4 Sekunden aufgedrückt, also konnte er sehr entspannt seinem Sieg entgegenfahren. Schon im Training hatte Guido Wegner mit seiner Ducati TT und Platz zwei aufhorchen lassen – und Platz zwei holte er auch im Rennen, nachdem Ralf Wobker, der hier erneut die Stelling Guzzi fuhr, wegen harter mechanischer Geräusche den Speed rausnahm. Peter Bigalke führt seine 2V-916 auf Platz 4 vor Stefan Nerge (Guzzi) und Falk Wolf (750 SS).

Holger Aue