Rennbericht Most, 30.7. / 1.8.



Bei feinstem Adriawetter sammeln die Pro Thunder am Vorstart in Most

Most mit Misano-Feeling

Rennbericht Most, 30.7. / 1.8.

Nach dreijähriger Pause kehrten die Sportbike Masters nach Most zurück. Obwohl dieses Mal keine Pokalpunkte lockten und Pro Thunder wie auch ProBEARS ihre Rennläufe zusammen mit jeweils einer Vierzylinderklasse ausfuhren, machte sich doch eine stattliche Zahl von Masters-Racern auf den Weg über die tschechische Grenze - und bereuten es nicht: Das Wochenende hatte was von Rimini-Feeling, an Fahrzeit herrschte kein Mangel. Die Strecke kam bestens an, und das Team von Dannhoff Motorsport erwies sich als gute Gastgeber.

In Abwesenheit des Meisterschaft-Führenden Jan Teichmann geigte in der Pro Thunder Thomas Pehl mit seiner CCR 848 groß auf. Er gewann beide Läufe vor

RSV-Mille-Treiberr Hartwig Kruse und 848-Kollegen Frank Heyden. Stefan Crantz auf seiner 999 holte zwei vierte Plätze, jeweils vor dem gut aufgelegten Volker Tack mit seiner Triumph 675 und Stanislav Kloucek auf seiner BMW HP2 auf dem fünften und sechsten Platz. Albert Kipp (998 S), Bernd Wetzel (RSV Mille) und Frank Kopp (999 S) sicherten sich die Plätze 7 bis 9 und ließen so Michael Lutz  und André Kernbach hinter sich - der eine gehandicapt durch beim Festival gebrochene Rippen, der andere durch einen Reifen, den er besser vor dem Start gewechselt hätte. Die beiden kamen aber in Lauf 2 besser in Fahrt, als Michael Lutz Albert Kipp ebenso hinter sich ließ wie André Kernbach Bernd Wetzel.

In der Superbike B war Ferdinand Schmarje zweimal Schnellster - und auch Sieger - vor Bernhard Neitzel auf CBR 1000 RR. Tino Spieth katapultierte sich im ersten Lauf selbst aus dem Führungstrio, als er nach gewonnenem Start die Schikane zu spät anbremste. So kam Stefan Solterbeck zu seinem dritten Platz vor Michael Haldbaek, Tobias Strohner und Michael Donhauser. Spieth blieb nichts anderes, als die Honda aufzuheben und dem Feld hinterherzujagen. Immerhin gelang es ihm noch, Klaus Schäffer zu überholen, aber bei Sven Asmuss und Platz 7 endete der Vorwärtsdrang. In Lauf 2 sicherte sich Spieth jedoch den dritten Treppchenplatz vor Stefan Solterbeck, Michael Haldbaek und Tobias Strohner. Klaus Schäffer verbesserte sich von 7 auf 10 und ließ Sven Asmuzss und Jn Sehestedt hiner sich. In der Superbike Open machte Jan Christiansen erst gar keine Gefangenen, sondern siegte souverän und fuhr sein ganz eigenes Rennen gegen die Uhr. 1:40 min zu knacken, war sein selbsterklärtes Ziel - doch das verfehlte er um eineinhalb Hundertstel. Steffen Döbler erbte Rang 2 im ersten Rennen, als Lutz Stadler in der letzten Kurve das Vorderrad seiner Gixxer verlor, zu Boden ging und

Superbikes und Pro Thunder in der Startaufstellung

Unter der Burg fanden die Läufe 5 und 6 der Sportbike Masters statt

die Döbler-Honda vorbeilassen musste. Immerhin rappelte er sich wieder auf und rettete noch Rang 3 vor Sven Kuhn, Dirk Gellert, Martin Kautenburger und Tobias Weigel. Im zweiten Lauf ließ Stadler nichts anbrennen und holte einen sicheren zweiten Rang vor Steffen Döbler. Sven Kuhn kam mit gebrochenem Schaltgestänge nur eine Runde weit - und Martin Kautenburger so auf Platz 4 vor Dirk Gellert und Tobias Weigel.

Die Kawas gingen ausserordentlich gut in der Supersport B. Andy Warnke baute mit zwei weiteren Siegen vor Tom Pfromm auf der 675 seine Führung aus, und Jason Van auf seiner grünen ZX6R fuhr beide Male vor Jon Sehestedt auf Platz 3. Thomas Damrau war im ersten Lauf noch in Form und fuhr auf Platz 5 vor Frank Hofmann, Klaus Büdinger und Hans-Werner Bischoff, im zweiten Lauf musste Damrau Kay Kruner und Hofmann ziehen lassen, ließ aber Klaus Büdinger und Hans-Werner Bischoff hinter sich. Die Siege in der Supersport Open gingen nach Dänemark: Sören Thillemann Traegers geigte fulminant auf und blieb mit seiner GSX-R 600 unter 1:43 min. Da konnte nicht mal

Christoffer Andersen mithalten, der zweimal Platz zwei einfuhr - am Samstag vor Kristian Bodo und Joachim Schiller, am Sonntag vor Edwin Weissenfels. Ausser der Wertung mischte René Dünki mit, den Masters-Racern ein guter Bekannter. Aber gegen die schnellen Dänen hatte auch er nichts auszurichten.

Die beiden Siege in der ProBEARS sicherte sich Dirk Mothes mit seiner 748 R. Zu tun hatte er dabei in Lauf 1 mit Pegasus-Buell-Treiber Robin Taborsky, der vor Bernd Zwanzigs Ducati 749 Platz 2 holte. In Lauf 2 blieb Taborsky hinter einem Supersportler stecken und verlor den Anschluss, während Bernd Zwanzig von sich aus Speed rausnehmen musste, da es wohl den Bremsen zu heiss wurde. Die Plätze vier bis sechs verdienten sich Hubert Schulze-Wellberg, Burhard Rogge und Thorsten Erxleben, wobei die beiden erstgenannten sich zuvor die goldene Schraubernadel im Eichenblatt verdienen mussten: Burkhard verbrachte den ganzen Samstag mit der 749-Elektrik und Hubert war schon drauf und dran, einzupacken - bis ihm das freundliche Service-Team der Strecke das Polrad seiner TRX wieder anschweisste.


Die Sieger des Samstags-Laufs der Supersport B

Supersport Open
Superbike Open
Supersport
Superbike
Pro BEARS
Pro Thunder
Ergebnis
Lauf 1 / Lauf 2
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Lauf 1 / Lauf 2
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Lauf 1 / Lauf 2
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Lauf 1 / Lauf 2
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Lauf 1 / Lauf 2
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Lauf 1 / Lauf 2
Laptimes
Lauf 1 / Lauf 2
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Lauf 1 / Lauf 2
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