Bericht Motodrom Masters  4.-6. August 2016




Das Wochenende der geplatzten Knoten

Der Knoten ist geplatzt: Knapp aber verdient holte Hans Paßberger auf der WEKA-Ducati seinen ersten ProThunder-Sieg bei den Motodrom Masters auf dem IDM-Kurs des Hockenheimrings. Nach den 125ern, vintageBEARS und Supertwins hat der Hans jetzt der nächsten Art Motor-Klasse seinen Stempel aufgedrückt – Gratulation (und danke für Deine Treue!). Bärenstark (besser gesagt: brutal stark) aber auch die Leistung von Yves Kauz auf seiner Brutale 800. Yves biss sich in Hans´ Hinterrad fest – und fast wäre auch sein Knoten geplatzt. So durfte er aber dennoch zufrieden sein mit zwei zweiten Plätzen – als einzige Konstante, denn Sieg Nummer 2 räumte Stephan Lange ab, der in Lauf 1 zu lange für seinen Durchmarsch aus dem Feld nach vorne gebraucht hatte.

Der dauerte aber auch deswegen so lange, weil Gerd Karch seine RSV  Mille fliegen liess wie kein anderer der Noale-Bande und jeweils in den Top 4 mitmischte - und die lagen in beiden Läufen innerhalb von 5 Sekunden. Real race action also!

Auf dem schnellen Kurs büsste Kay Liedtke für den Hubraum-Nachteil seines Triple gegenüber dem Italo-Drilling von Yves Kauz und kam so über zwei fünfte Plätze nicht hinaus – die verteidigte er aber sehr souverän gegen Hennig Schipper, bester KTM-Thunderer in beiden Läufen und 6. in Lauf 1. In Lauf 2 kam Jonas Heinrich endlich mal wieder auf einen grünen Zweig und immerhin sechsten Patz – die Kupplung seiner 999 tut es inzwischen wieder so gut, dass er die Reserve-Reibscheiben an Supertwinner Mario Bruns ausleihen konnte. Licht am Ende des Tunnels auch für Mathias Scheel: Die 1en und 0en seines Powercommanders waren am Samstag immerhin so weit sortiert, dass wenigstens die 1:40 fiel. Plansoll erfüllt...



Die Pro Thunder Open gehörte einmal mehr eindeutig Philipp Messer, der sich jetzt schon auf Gegenwehr beim BIKEtoberfest freuen darf. 1290er-Superduker Uwe Lutz blieb in sicherem Abstand und zog als Zweiter seinen KTM-Kollegen Ingo Bucher in beiden Läufen auf Rang 3.

Ganz frech mittendrin mischte sich ein englischer Triple: Mit seiner streetie ließ Tom Pfromm so manchen großen Twin hinter sich, aber auch die Briten-Lady von Volker Eikmyer, der in Lauf 1 Frankie Schumacher im Duell um eine halbe Sekunde schlug, in Lauf 2 jedoch unschön abflog.  So verbesserte sich Franke Schumacher von 3 auf 2, und TRX-Treiber Hilmar Kuhnt spülte dies vom vierten auf den dritten Rang.

Eine starke Schweizer Performance zeigte auch Hausi Schüpach auf der KR2V. Den besten Speed seiner Klasse konnte er jedoch nur in Lauf 1 umsetzen, in Lauf 2 war er nur 4 Runden schnell – der Sieg ging so, zusammen mit weiteren Punkten auf dem Weg zum ST-Titel, an Frankie Claussner. Mit bayerischer Kupplung fuhr Nordlicht Mario Bruns auf Platz 2, Armin Schmidt gelangen in Lauf 2 endlich mal wieder Zielankunft und Platz 3.




Die Anwesenheit von Teamchef Peter Ackermann beflügelte Andrik Wambsganß in der Superbike B zu zwei Siegen vor Jens Schlüter auf der Suzuki GSX-R 750. Mit dem Sieg in der Supersport Open auf der Scheunpflug-MV 675 machte „Reese“ Evans seinen Titel so gut wie fest, ebenso wie Thomas Theuner in der SSP B. Dominik Mauerhofer aus der Schweiz gelangen zwei zweite Plätze – einmal vor Dad Thomas, und einmal vor Edgar Albrecht, bei dem in Lauf 2 jedoch das Schlüsselbein knackte. Er wie Volker sind jedoch wieder zu Hause und auf dem Pfad der Genesung.

Insbesondere die Thunder Community, ob Twins oder Triples, haben sich ihre Sommerpause redlich verdient. Bis zum Finale beim BIKEtoberfest ist es noch lang – fast 7 Wochen – hin. Das wird eine spannende Wartezeit – und ein grandioses Finale. Wetten, dass...?!

  Ergebnisse

Pro Thunder All Stars/PB/ST nach Klassen
Lauf 1 Lauf 2
Laptimes Pro Thunder All Stars
Warmup Lauf 1
Supersport B / Open / Superbike B
Lauf 1