Bericht Most  7.-9. September 2018




The Most Masters – & Heroes...

Vorletztes Event der ProThunder AllStars und TT SuperClassiX in Most/CZ

Die ersten Champions der ProThunder AllStars stehen nach einem sonnig-entspannten, aber ereignisreichen Most-Rennweekend fest. Am klarsten machte seinen Titel Ugly Bird Sascha Roth mit seiner RSV 4 in der ProThunder Open. Mit dem 5. und 6. Sieg in Folge darf er nun schon in Lorbeer träumen,  denn sein direkter Widersacher Lukas Gauster reiste nach seinem 2. Platz im Samstagsrennen bereits ab – Vater und Teamchef  Knut lag im Krankenhaus, und dann ist das Team “Father and Son“ nur noch halb (und somit nur die Hälfte der Läufe) einsatzfähig - voll verständlich. Glückwunsch zum Titel, Sascha, und gute Besserung, Knut!

In Abwesenheit der Dutch Ducatis hatte es Sascha Roth erstmals nicht mit schnellen Ducati, sondern der besten KTM zu tun: Axel Knof segelte die dicke Superduke in Respektabstand zu Platz 2 in Lauf 2, nachdem Philipp Messer in Lauf 1 die KTM-Colours auf dem Treppechen vertreten hatte. Platz 3 am Sonntag ging an Ducati-V4-Treiber Robert Kröhnke - sicherlich auch dem dezimierte Feld geschuldet, aber dennoch Roberts beste Platzierung der Saison. Von alleine kam die natürlich nicht: Hatte Henning Schipper mit der SD 990 ihn noch in Lauf 1 deutlich distanziert, so holte Robert am Sonntag auf und gewann das Duell um eine halbe Sekunde: Zwei vierte Plätze somit für den derzeit Drittplatzierten Schipper, zwei Punkte liegt er vor Knof. Uwe Lutz beharkte sich währenddessen mit RSV4-Racer Felix Teschen.

der glückliche Champ Sascha Roth und der unglückliche Markenkollege Felix Teschen - Ausfall in Lauf 2

Lukas Gauster, Rainer achenbach und Hans Paßberger

Der war am Samstag knapp schneller, aber am Sonntag als einziger der beiden im Ziel – die Teschen-Aprilia muckte zusehr, hielt aber länger als Rainer Achenbachs Benelli Tornado, die am Freitag noch gut unterwegs war, aber danach keine Renndistanz mehr zuwege brachte.

Der Kampf um die Krone in der Klasse der SuperTwins war heuer keiner: Frank Claussner gewann mit Ausnahme seines Nullers beim Festival ITALIA  alle Läufe und siegte auch souverän jetzt in Most, und hat jetzt, vor dem Finale,  bereits 99 Punkte Vorsprung vor den Zweitplatzieren, Mario Bruns. Mit seiner Tamburini donnerte der auf Rang 3 in Lauf 1 und auf Platz 2 in Lauf  2, nachdem Hans Schüpbach, auf der KR2V noch nächster Verfolger Claussners in Lauf 1,  gestürzt war. Armin Schmidt brachte seinen Zweiventil-Sleipnir erneut zweimal in Ziel.

Einen beachtlichen Speed legten die SuperTriples an den Tag., inbesondere in Lauf 2 mischten gleich drei davon in der AllStars-Spitzengruppe mit -  so manch ein Bike mit  Hubraumvorteil hatte da so sein Nöte. In Lauf 1 gaben als schnellstes Triple-Trio Kay Liedtke, Thorsten Bosau und Christian Bolle das Tempo vor, Liedtke konnte sich an der Spitze behaupten und fuhr so zu seinem ersten SuperTriple-Sieg des Jahres vor Thorsten Bosau und Christian Bolle. Munter mit dabei: Gaststarter Dietmar Carstens mit seiner Daytona 675R, der dicht dranblieb an den Leadern des Triple-Packs, sich aber deutlich absetzen konnte vor Markus Soboth, Michael Becker und Jochen Holstein.

SuperTwins-Masters Claussner, Mario Bruns und _Schmidti_Schmidt

Leaders of the T-Pack - Liedtke, Bosau,Bolle


Doch in Lauf 2 hatte Christian Bolle wieder das Triple-Zepter in der Hand und machte mit dem knappsten Sieg des Tages – 0,1sec vor Liedtke – den Titel so gut wie klar. Selbst wenn Liedtke noch 50 Punkte mehr beim BIKEtoberfest holt, wären die beiden Widersacher punktgleich, und dann entscheidet, werden ersten Sieg holte – und das war Bolle, und mithin hat er auch in der Meisterschaft die Nase um einen Hauch vorne. Das Finish Thorsten Bosau gegen Dietmar Carstens war fast genauso knapp, denn Bosau blieb nur eine halbe Sekunde vor Carstens, und Michael Becker belegte mit 3sec Vorsprung Platz 5 vor Markus Soboth und Jochen Holstein.

Hans Paßberger ist heuer der Mann, den es in der ProThunder zu schlagen gilt. Bis auf einen zweiten Platz im zweiten  Assen-Lauf sackte er bisher alle Siege ein und auch wenn er sich in der Startaufstellung hinter Tommy Hofmann einreihen musse, zog er einmal mehr voll durch zu seinem sechsten Saisonsieg vor Tommy Hofmann. Der hat sonst zumindest mal eine Hand voll zu tun, um sich Frank Schumacher vom Leibe zu halten , doch uns Schumi war bereits am Freitag gestürzt , verbrachte den Freitag komplett mit Ersatzteilbeschaffung und große Teile des Samstages mit schmerzerfüllter Mine und konnte so Tommy nie gefährlich werden. Der fuhr so sicher zu Rang 2 vor Lars Marholt und Schumacher, der sich unter Einsatz der letzten Kräfte ganz knapp gegen Werner Fehring durchsetzen konnte. Der führte seinerseits einen Dreierpulk an, in dem binnen drei Sekunden hinter ihm Detlev Horst auf der Mille und Stefan Fischer auf der 848 ins Ziel kamen. Fritz Krönig mit der Honda VTR blieb da nur Rang 8.

SuperTriples-Winner mit ProThunder Open-Winnern

ProThunder-Premierensieg für Tommy Hofmann, dahinter Hausi Schüpbach


Noch so eine Nummer, und Hans wäre der ProThunder-Titel sicher gewesen. Doch auserechnet eine gerissene Kette machte dem einen Strich durch die Rechnung. Tommy Hofmann konnte so einem ungefährdeten Sieg – seinem ersten in der ProThunder, Gratulation! – entgegenfahren, Lars Marholt führte mit 20 sec Abstanden  den Verfolgerpulk an und wurde Zweiter vor Schumacher, Fischer, Fehring und Krönig. Tommy Hofmann zementierte so vorerst seinen zweiten Tabellenplatz, doch Lars Marholt zog an Schumacher vorbei, Werner Fehring liegt vor dem Finale auf Platz 5.


Bei den TT SuperclassiX trieb es Andy Warnke noch doller als Jorge Lorenzo und Frank Schumacher zusammengenommen: In Führung liegend, crashte Warnke mit seiner R1 Lauf 1, so dass das Rennen abgebrochen werden musste. Fazit: Schlüsselbein gebrochen, doch einem alten Grasbahnfahrer vergeht darüber das Grinsen nicht. Warnke startete auch in Lauf 2 (aus der Boxengasse) und holte mit Platz 3 wertvolle Punkte, während Hermann Kellner nach Platz 2 in Lauf 1 seinen ersten Saisonsieg feiern konnte. Heinz Cordes belegte mit seiner Wellbrock-Honda die Plätze 3 und 2.


Passberger pusht

TTF2-Gero Basting im TT Open Sandwich von Kellner und Cordes

Um die Wurst ging es in der TT F2 zwischen Jens Kindermann und Gero Basting. Die beiden schenkten sich nichts und eilten dem Feld weit voraus. Kindermann siegte mit der Kawa in Lauf 1, Basting mit der R6 in Lauf 2, Rang 3 ging an Johnny Wagner Rasmussen in Lauf 1 vor Ingo Möckel und an diesen in Lauf 2, nachdem eine gebrochene Vergasermembran an der dänischen Kawa den Sonntags-Start vereitelte.

Hilmar Kuhnt auf der TRX und Tommy Schuler mit seiner Le Mans-erfahrenen Suzuki GSX-R 750 holten einsame Siege in der TTF1 und im Aircooled Cup., der erstmals die beiden Guzzi von Andreas Baumgarten und Arendt Hegeler am Start und auf den Plätzen 2 und 3 sah. Kuhnt, Basting und Warnke gehen mit Vorsprung ins Finale – aber zusammengerechnet wird erst am BIKEtobersonntag.


 


Andreas Baumgarten auf Aircooled Guzzi, Ingo Möckel auf TTF2-Ducati

Gemütlich auf dem Treppchen - alle SuperclassiX-Sieger vom Samstag

 

Ergebnisse

  ProThunderOpen ProThunder SuperTriples SuperTwins TT SuperClassiX
Lauf 1 race result race result race result race result race result
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Lauf 2 race result race result race result race result race result
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Punkte ProThunder Open ProThunder SuperTriples SuperTwins TT SuperClassiX