Cartagena/Almeria: Buenos Dias wie aus dem Bilderbuch

Cartagena/Almeria: Buenos Dias wie aus dem Bilderbuch

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Zwei Strecken auf einen Streich – den Auftakt der Reihe für 2020 mit Valencia/Aragon, Misano/Mugello und Portimao/Estoril im Programm machte im Januar die Cartagena-Almeria Connection. Und die passte wie die Faust aufs Auge (Autsch!): Noch in der Woche vor der Ankunft unserer Helden stand Spanien ganz unter dem Eindruck eines dicken Tiefs mit Regen und Sturm, doch spätestens mit dem Öffnen des Cartagena-Fahrerlagers konnte der Kaffee draussen serviert werden – und es wurde von Tag zu Tag besser.

Die Buenos Dia de Cartagena sind ein Traditionstermin – irgendwann demnächst müsste mal der 20. Geburtstag anstehen – und dem entsprechend war das Hallo auch groß beim Wiedersehen alter Bekannter, die wiederum neue Freunde mitbrachten. Immer gern gesehen dabei sind neue Gesichter und Racer aus den seriöseren Sphären, Moto 3 oder Supersport-WM – also das Kaliber, wo Robert Conrads aus der Dino-Mannschaft noch hinwill, der es heuer im Stocksport Cup wissen will und seiner R1 hier kennenlernte.

4 Tage lang war das ein stetes Kommen und Gehen, mit ferienmäßig guter Laune rundum und noch weniger Stürzen als Wolken: der einzige Highsider blieb folgenlos, das Medical Center konnte in Ruhe seine Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Championship auswürfeln. Die Racer lebten hingegen ihren Ehrgeiz in der Blue Toro Endurance am Montag aus – immerhin 11 Teams gingen an Start. Racing Labs flogen allen auf und davon, DSB verdiente sich den Mannschaftspreis und Porno 66 blieb leider unter dem Versprechen seines Namens. Um so pornöser war dafür die kollektive Euphorie nach vorfallsfreier Performance auf dem Podest. 

Zu dem Zeitpunkt waren die Buenos Dias de Almeria schon in vollem Gange – mit erst einmal noch schwacher Besetzung, denn die meisten derer, die beide Tracks auf einen Streich nehmen wollten, zogen erst für die beiden letzten Tage ins Hochland gleich vor der Sierra Nevada um. Mit gerade mal zwei Dutzend Racern am Start hiess das natürlich freie Bahn für Marzipa(h)n und schnelle Runden. Ganz an der Spitze der Lapcharts: der französiche Endurance—WM-Racer Axel Maurin und TT-Hero Ian Hutchinson, die synchron an der 1:40er Schallmauer knackten, die aber erst fiel, als Art Motor Top Coach Marc Buchner hinzustiess und Hutchinson und Buchner auf ihren BMW bei ein paar ambitionierten Fun-Runden die Schallmauer durchbrachen.

Platz auf der Piste gabs dafür allemal, denn bei viel Fahrzeit und grandios blauem Himmel über den weissen Bergspitzen der Gipfelketten am Horizont standen auch Liegestuhlstunden hoch im Kurs. Gruppenteilung nach Rundenzeiten sorgten dafür, dass Top Racer wie K1300-Turner ihren Speed ausleben konnten. Echte Spannung kam da erst am letzten Tag auf, als bei der Blue Toro Endurance das „Road Race“-Team by Kawa-Blau mit einem Sieg vor „Greicas Noras“ Revanche nehmen konnte.

 

Bilanz: So buenos wie in 2020 dürften die Buenos Dias von Art Motor immer sein – an diese Auflage denkt sicher jeder gerne zurück. Und wer daheim dazu einen Diaabend veranstalten möchte, findet die Bilder dazu bei Ad Kiviet, www.wegraceinfo.nl.

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