Das war Euer Speedweekend – Ihr wart großartig – danke!

Das war Euer Speedweekend – Ihr wart großartig – danke!

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Speedweekend vom 11.-14. Juni 2020 in der Motorsportarena Oschersleben. Vier Tage Motorradtraining auf der Rennstrecke!

Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wir nicht solange darauf hätten warten müssen, dass es wieder losgeht mit der Zünderei. Vieles wäre einfacher und die Stimmung ausgelassener gewesen. Kontrollen, Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln, Hygienedisziplin sind aber ganz gewiss nicht das einzige, woran wir uns lange erinnern werden.

Wir werden auch denken an ausgelassene Wiedersehensfreude, das relaxteste Fahrerlager aller Zeiten, an Vier nahezu vollständig unfallfreie Tage, immer eine Armlänge Abstand auch auf der Strecke, den größten Andrang bei unserem Instruktorenteam (die waren abends echt platt..), und wir uns als Veranstalter an den Anruf Montagfrüh, in dem nach der Rufnummer eines Gestürzten gefragt wurde – da wollte sich jemand bei dem Gestürzten entschuldigen. Hat man auch nicht oft, passt aber zum beispielhaften Miteinander an diesen vier Tagen.

Fettes Dankeschön an jeden einzelnen von Euch, Ihr habt Geschichte geschrieben und gezeigt, wie man Corona kleinkriegt – mit Abstand, Fairness und Friends!

Rückblickend findet ihr hier Beiträge zum Event sowie ein paar ausgewählte Zünder, die wir bereits stellvertretend für alle Helden des Speedweekend auf unserer Facebook-Seite vorgestellt haben, präsentieren wir Euch hier:

Trackday, Oschersleben, ArtMotor

Racing against Corona - Zünden auf Abstand

Unsere Freude, dass das Festival Italia unter verschärften Umständen stattfinden darf und endlich wieder gezündet werden kann, war gigantisch. Noch gigantischer war aber die Freude über den absolut reibungslosen ersten Tag. An dieser Stelle einmal ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die Disziplin im Paddock und auf der Strecke! Ob nun Abstand im Fahrerlager aufgrund von COVID-19 oder genügend Freiluft beim überholen – ihr habt das heute mit absoluter Bravour hinbekommen. Am Morgen fand die Renngemeinde eine noch feuchte Strecke vor, welche aber fix zum Vormittag hin trocknete. Somit durchbrachen einige Zünder recht flott die 35er Schallmauer. Die traditionell am Donnerstag stattfindende Sportbike Academy war mehr als gut besucht, lachende Gesichter bei Schüler und Lehrern gleichermaßen. Gemütlich bei einem Kaltgetränk ging es beim Trackwalk nochmal in die Geheimnisse der Motorsportarena, die ebenso einen krönenden Abschluss an einen super ersten Tag bildete.

Bella Benelli

Auch wenn das Festival-ITALIA-Programm heuer Covid-bedingt ausfällt, so ganz ohne italienisches Flair geht´s bei Art Motor nur selten ab. Ducati und Aprilia sind dutzendweise unterwegs, aber auch so mancher Exot. Leo Gellings wunderschöne Benelli 500 Quattro in der klassischen Farbkombination Grün-Silber des italienischen Traditionsherstellers klingt nicht nur zum Niederknien – die 500er, Jahrgang 1972, wird auch artgerecht bewegt. „Ist eben kein Showobjekt“, meint Leo mit ziemlich breitem Grinsen im Gesicht: 60PS bei rund 170kg reichen locker für 51er Zeiten. Ein gerüttelt Maß von Fahrwerksunruhen gehört dazu, doch damit wird einer wie Leo fertig: Motorrad fährt er seit dem 18. Lebensjahr (nicht immer Benelli), davon 10 Jahre im aktiven Rennsport. Da kann einen ein bisschen Schütteln nicht erschrecken.

Speed Feelings beim Speedweekend

Für Christopher Bauer und Manuel Cichon, beide 22 Lenze auf dem Buckel, ist es eines der höchsten Gefühle, sportlich und dynamisch ein Zweirad zu bewegen, bestenfalls getoppt von einem Flirt mit einer hübschen Dame. Da führte naturgemäß kein Weg am eleganten Im-Kreis-Fahren vorbei. Christopher, unterwegs auf einer Yamaha R1 RN12, stattete dem Hockenheimring schon mal einen Besuch ab und fühlt jetzt beim Speedweekend zum ersten Mal den Asphalt in Oschersleben. 600er-GSXR Treiber Manuel genoss bei der Sportbike Academy am Donnerstag seine Rennstrecken-Premiere. Die zwei Kumpels fielen nicht nur durch ihren Speed auf (Christopher eine 1:42, beim ersten Mal Oschersleben und Manuel eine 1:51, erstes mal Renne) sondern auch durch ihre Disziplin auf der Strecke. Ein Lachen über beide Ohren und ein genussvolles Feierabendbierchen am Abend sprechen eine deutlich Sprache: Die Zwei haben den Virus – den Rennstrecken-Virus.

Triumph 675 Moto2-Style

Moto2 für alle

Mit der Ausrüstung der Moto2 hat Triumph sich nicht nur seinen Platz in der MotoGP gesichert, sondern auch das Moto2-Feuer im Herzen vieler Daytona-Fahrerinnen entfacht. Doch der Weg zu einer Moto2-Triumph führt ab sofort nicht nur über die MotoGP. Die Abkürzung führt über bb-t Racing, deren Moto2 Style-Kit für alle Daytona 675 und 765 (streeties inklusive) in Box 17 beim Speedweekend Premiere feiert. Zum Kit gehören: hochwertige, anbaufertige Moto2-Style Verkleidung, mit Airbox, vergrößertem Ramair-Einlass, speziellen Einlasstrichtern, Fender-Höherlegung und weiteren Finessen. Im Bild das Triple der Triples von RobinTaborsky, Sebastian Fürst und Initiator Chris Gräfe. More Info on BBT RACING

Rennreifen, Slick, Montage, Bridgestone

Traffic @ the Truck

Hier geht´s zu wie im Taubenschlag: Die Bridgestone Crew gibt ordentlich Gas, damit ihre Kunden genau das auf der Strecke tun können und dabei immer genug Grip vorfinden. Zeit für einen Espresso bleibt selten, aber wenn ein Zünder dem B-Team zum Dank für den geilen Service selbstgebackenen Kuchen mitbringt, dann darf der Kaffeeautomat doch mal ran.

Welcome Back on Track!

Ostwestfale Nils Böckmann sammelte vor sechs Jahren die ersten Rennstrecken-Kilometer auf einer Honda VTR SP1, an die er immer noch gerne zurückdenkt, und switchte dann auf eine GSXR 750. Dann aber legte ihm ein Studium eine Rennpause von 3 Jahren nahe, die er ausgerechnet im Covid-Jahr 2020 endlich beenden kann. Mit einer frischen Honda CBR 1000 SC59 ist Nils wieder zurück im Honda-Lager und nutzte das Speedweekend für den ersten Roll-out, und um wieder in den Rennstrecken-Flow zu kommen. Und das mit Erfolg: Die Blade rennt wie ein Uhrwerk, nach einigen Runden war schon die 1:40er Schallmauer durchbrochen. Neben weiteren Trainings dieses Jahr hat Nils auch den Bridgestone 100 Lauf beim Biketoberfest im Visier. Vielleicht springt für den flotten Blondschopf ja sogar ein Pokal dabei heraus – also, weiter trainieren heisst die Devise. See you soon, Herr Böckmann.

Sprungbrett Sportbike Academy

Letztes Jahr feierte Jakob Koch seine Rennstrecken-Premiere in der Sportbike Academy – mit Theorie und Praxis in kleinen instruktorengeführten Gruppen – in Oschersleben. Das Erlebnis war nicht nur positiv, sondern auch einschneidend und führte unter anderem zur Bestellung einer Rennverkleidung für seine 750er Gixxer und zum Entschluss, beim Speedweekend ohne Instruktor aufzuzünden. Eine steile Lernkurve und leuchtende Augen zeigen, dass Jakob seine eigene Vorstellung übertroffen hat. Gestartet mit einer Rundenzeit von 2:01, steigerte er sich auf eine 1:48 – auf Straßenpneus wohlgemerkt. Eine gute Wahl, denn mit den Profilierten konnte er auch gleich am Sonntag bei einsetzendem Regen seine ersten Erfahrungen im Nassen machen. Jetzt, beim Speedweekend, hat Jakob das Rennstrecken-Fieber voll erwischt. Und die GSXR wird wohl von nun an nur noch auf dem Kringel bewegt.

Holger bringt die Band wieder zusammen

Die Motomania-Truppe hat sich ein wenig versprengt seit ihren Ursprüngen in Holger Aues Zeichenblock. Was bleibt, und immer wieder gerne mit Moto Guzzi und Aprilia RSV4 bei Art Motor zündet, sind Holger Aue, assistiert von Ralph Schädel, von der TT2 auf die 996 racing umgesattelt, und Jörn Widderich auf der Aprilia RSV4, die längst die Stelle der Ducati 916 eingenommen hat. Beim Speedweekend waren es schon wieder vier: Marcus “Archie“ Schwinnn, durch Ausleben seiner Zweitakter-Passion normalerweise woanders unterwegs als im Viertakter-dominierten ArtMotor Paddock, gab seinem neuen Rennhobel das erste Rollout. Der riesige Motomania-Aufkleber ziert nunmehr de Flanke einer Suter-Moto2-Honda, passioniert eingefahren von Andrea Iannone im Moto GP-Zirkus. A propos Zirkus. Wo steckt eigentlich Henning Wilken?

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